Wertschöpfung: Finanzbranche gibt 526'000 Personen Arbeit
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WertschöpfungFinanzbranche gibt 526'000 Personen Arbeit

Die Finanzbranche beschäftigt in der Schweiz 261'000 Personen. Diese essen Pizza, lassen sich die Hemden reinigen oder bringen ihr Auto in den Service. Das erzeugt weitere Jobs.

Wenn Banker Kaffee trinken, generiert das Arbeit.

Wenn Banker Kaffee trinken, generiert das Arbeit.

15 Prozent der wirtschaftlichen Leistung der Schweiz sind direkt oder indirekt auf den Finanzsektor zurückzuführen. Zu diesem Schluss kommt das Wirtschaftsforschungsinstitut Bakbasel in einer von der Finanzbranche finanzierten Studie.

Zur direkten Wertschöpfung der Banken, Versicherungen und anderen Finanzdienstleistern dazugezählt wurden indirekte Effekte wie von anderen Branchen erbrachte Leistungen für die Finanzbranche oder der Privatkonsum der im Finanzsektor Beschäftigten. Auf diese Weise kommt Bakbasel auf eine Bruttowertschöpfung von rund 86 Mrd. Franken.

Der direkte Beitrag des Sektors zum Bruttoinlandprodukt (BIP) belief sich auf 62 Mrd. Franken, wie aus einer Medienmitteilung vom Donnerstag hervorging. Demnach sind für Banken, Versicherungen und andere Unternehmen der Branche insgesamt 261'000 Personen tätig. Betrachtet man die gesamte Wertschöpfungskette, hängen 526'000 Personen oder 11 Prozent aller Erwerbstätigen vom Finanzsektor ab.

13 Prozent der Steuereinnahmen

Wie sich der Beitrag der Finanzbranche an die wirtschaftliche Leistung im vierten Jahr nach dem Höhepunkt der Finanzkrise entwickelt hat, ist aus den am Donnerstag veröffentlichten Zahlen nicht ersichtlich. Bisher hatte Bakbasel die Bruttowertschöpfung nur für die Banken berechnet.

Aus dem Vergleich mit den vor einem Jahr veröffentlichten Daten für 2011 kann aber geschlossen werden, dass im vergangenen Jahr der Anteil der Banken an die wirtschaftliche Gesamtleistung der Schweiz rückläufig war. Bei Bakbasel und den Auftraggebern der Studie war am Donnerstagmorgen niemand für weiterführende Erklärungen erreichbar.

Auch wie sich die 2012 dank der Finanzbranche generierten Steuererträge von Bund, Kantonen und Gemeinden im Vergleich zum Vorjahr entwickelt haben, ist aus den Studien der beiden Jahre nicht ersichtlich. Fürs vergangene Jahr kam Bakbasel auf ein Steueraufkommen von total 17 Mrd. Franken, was rund 13 Prozent aller Steuereinnahmen entspricht, wie es in der Studie heisst. (sda)

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