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SolothurnFinanzen: 79,5 Millionen Überschuss

Der Kanton Solothurn ist mit seinen Finanzen auf Kurs. Die Staatsrechnung 2010 weist einen operativen Überschuss von 79,5 Millionen aus - und die Schulden sind abbezahlt. Der Kanton hatte für 2010 ein kleines Defizit budgetiert.

Die Staatsrechnung falle noch besser aus als zuletzt vorausgesagt, betonte Regierungsrat Christian Wanner (FDP) am Donnerstag in Solothurn vor den Medien. Der Finanzdirektor sprach von einem «sehr guten Resultat».

Mit einem Überschuss von 79,5 Millionen Franken legte der Kanton zum achten Mal in Folge eine Staatsrechnung mit schwarzen Zahlen vor. Der vom Kantonsrat beschlossene Voranschlag hatte für 2010 bei einem Gesamtumsatz von rund 1,9 Milliarden Franken einen Fehlbetrag von 3,5 Millionen Franken ausgewiesen.

Mehr Steuereinnahmen als erwartet

Vor allem höhere Steuererträge als budgetiert führten zum guten Resultat. Natürliche Personen bezahlten 32,7 Millionen und juristische Personen 39,1 Millionen Franken mehr Steuern in die Staatskasse.

Auch die Bundesanteile fielen mit insgesamt 11,7 Millionen Franken höher aus als veranschlagt. Der Grund dafür sei die «überraschend positive Erholung» der Wirtschaftslage, hiess es.

Der Kanton gab jedoch auch 32 Millionen Franken weniger aus als geplant. Ins Gewicht fielen Minderaufwendungen bei der Volksschule, bei den Ergänzungsleistungen für Familien sowie bei den Globalbudgets für die Dienststellen. Zu Mehrkosten von 13,2 Millionen Franken führten indes die Ergänzungsleistungen AHV/IV.

Schulden getilgt

Finanzdirektor Wanner kann auch deshalb zufrieden sein, weil der Kanton Solothurn mittlerweile sogar über ein Nettovermögen von 42,7 Millionen verfügt. Das entspricht einem Vermögen von 166 Franken pro Einwohner.

Die Pro-Kopf-Verschuldung hatte 2009 noch knapp 60 Franken betragen. Als Wanner 1996 seinen Job als Finanzdirektor angetreten hatte, war der Kanton auf einem Schuldenberg von 1,15 Milliarden Franken gesessen.

Der Kanton Solothurn konnte 2010 die Nettoinvestitionen von 114,4 Millionen erneut vollständig aus der eigenen Kasse finanzieren. Der Selbstfinanzierungsgrad beträgt 151 Prozent. (sda)

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