Kanton Obwalden: Finanzierung der Sonderschulung neu geregelt
Aktualisiert

Kanton ObwaldenFinanzierung der Sonderschulung neu geregelt

Die Obwaldner Regierung unterbreitet dem Kantonsrat einen Nachtrag zur Verordnung über Beiträge an Kinder- und Jugendheime sowie an Behinderteneinrichtungen.

Es handelt sich um eine Übergangsbestimmung für die integrative Sonderschulung.

Die Neugestaltung der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen führt dazu, dass die Kantone die bisherigen Leistungen der Invalidenversicherung an die Sonderschulung übernehmen. Solange, bis sie über kantonal genehmigte Sonderschulkonzepte verfügen, mindestens aber während drei Jahren.

Für Obwalden werde die ausserkantonale Platzierung von schwer sprach- und verhaltensbehinderten Kindern und Jugendlichen immer schwieriger, heisst es in der Medienmitteilung vom Donnerstag. Der Grund liege beim Eigenbedarf der Standortkantone.

Integration in öffentlicher Schule

Für die Regierung drängt sich eine Integration möglichst aller behinderten Kinder und Jugendlichen in der öffentlichen Schule auf. Eine Integration sei pädagogisch sinnvoller als die räumliche und soziale Trennung vom vertrauten Umfeld bei einer ausserkantonalen Platzierung.

Laut Nachtragsentwurf übernimmt der Kanton die bisherigen Leistungen der Invalidenversicherung sowie die schulischen Integrationsmassnahmen für schwer sprach- und verhaltensbehinderte Kinder und Jugendliche. Das gilt solange, bis ein Behinderten- und Sonderschulkonzept vorliegt. (sda)

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