Das SECO warnt: Finanzkrise: 140 000 Arbeitslose befürchtet
Aktualisiert

Das SECO warntFinanzkrise: 140 000 Arbeitslose befürchtet

Die Zahl der Arbeitslosen könnte nach Erwartung des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) in der Schweiz bis Ende 2009 um rund 40 000 steigen.

In Interviews der Zeitungen «NZZ am Sonntag» und «Sonntag» sagte der Leiter der Seco-Direktion für Arbeit, Serge Gaillard, eine Zunahme der Arbeitslosenquote auf 3,5 Prozent gegen Ende 2009 müsse dann befürchtet werden, wenn das Wirtschaftswachstum unter ein Prozent falle. Eine Quote von 3,5 Prozent entspricht rund 140 000 Arbeitslosen, verglichen mit derzeit knapp 100 000 Arbeitslosen und einer Quote von 2,4 Prozent. Im Jahresdurchschnitt rechnet Gaillard bei einer Abschwächung des Wachstums auf weniger als ein Prozent mit einer Arbeitslosenquote von gegen drei Prozent oder etwa 120 000 Arbeitslosen. Das Seco hat seine Konjunkturprognose für 2009 von Anfang Oktober bisher nicht geändert. Die Voraussage von 1,3 Prozent Wachstum und 2,7 Prozent Arbeitslosigkeit gilt aber nach der Verschärfung der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise als zu optimistisch. Gaillard trat in den Interviews ausserdem der Befürchtung entgegen, dass die Arbeitslosigkeit wegen der Personenfreizügigkeit mit der EU stärker steigen werde. Bei einer länger dauernden Rezession würde sie den Arbeitsmarkt eher entlasten, sagte er. Denn die Einwanderung würde schnell abnehmen. (dapd)

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