Finanzkrise: Bear-Stearns-Souvenirs im Internet - Präsident verkauft Aktien

Aktualisiert

Finanzkrise: Bear-Stearns-Souvenirs im Internet - Präsident verkauft Aktien

New York Dem Niedergang der US-Investmentbank Bear Stearns folgt der Ausverkauf im Internet.

Auf eBay bieten viele der von Entlassungen bedrohten 14 000 Mitarbeiter Souvenirs an: vom Firmen-Stoffbären bis zu T-Shirts, Kaffeetassen und Regenschirmen mit dem Banklogo. Sogar ein angeblich echter Mitarbeiterausweis steht zur Versteigerung. Grosse Nachfrage findet seit Tagen auch ein Plastik- Schutzhelm mit Bear-Stearns-Aufdruck.

Cayne verkauft seine Anteile

Auch Verwaltungsratspräsident James Cayne verwertet seine Überbleibsel, allerdings wohl mit wesentlich mehr Erfolg: Der 74- Jährige hat seine Anteile an der vor einer Notübernahme durch JP Morgan stehenden Bank komplett verkauft. Cayne erhielt laut einer Pflichtmitteilung 10.84 Dollar je Aktie und damit insgesamt rund 61 Millionen Dollar. Vor Beginn des Kurseinbruchs durch die Kreditkrise im vergangenen Jahr hätte der frühere Bear-Stearns-Konzernchef noch fast eine Milliarde Dollar für seine Anteile bekommen.

Weiterer Nachschlag wahrschinlich

Der von Cayne erzielte Preis lag über dem mittlerweile erhöhten Übernahmeangebot von JP Morgan im Wert von etwa 10 Dollar je Aktie. An der Börse notierte die Aktie zuletzt durchweg leicht höher als die Kaufofferte. Anleger wetten auf einen weiteren Nachschlag durch JP Morgan. Andere Marktteilnehmer halten dies nach Caynes Verkauf für eher unwahrscheinlich.

(sda)

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