Finanzkrise erreicht auch Chinas Banken

Aktualisiert

Finanzkrise erreicht auch Chinas Banken

Die Finanzkrise hat auch Chinas Banken härter getroffen als bisher erwartet.

Das grösste Geldhaus der Volksrepublik, die Industrial and Commercial Bank of China (ICBC), musste zum Jahresende 360 Mio. Dollar für den Ausfall fauler Kredite bereitstellen.

Das ist sechs Mal so viel wie im dritten Quartal, wie die «China Business News» am Montag unter Berufung auf ICBC-Chef Jiang Jianqing berichtete. Auch von der Bank of China werden deutlich höhere Rückstellungen erwartet als bislang bekanntgegeben.

Unterdessen machte die Kommunistische Partei den zweitgrössten Lebensversicherer, Ping An Insurance, für den rapiden Kursverfall an der Börse mitverantwortlich. Ping An hatte vergangenen Monat angekündigt, neue Aktien und Anleihen im Wert von bis zu 22 Mrd. Dollar auszugeben. Der Markt könne diese Mengen nicht aufnehmen, kommentierte das führende Parteiblatt «People's Daily» am Montag.

Die Ankündigung hatte einen Kursrutsch ausgelöst, als die Finanzmärkte wegen der Folgen der US-Immobilienkrise und der Rezessionsgefahr in den USA ohnehin unter Druck standen.

(sda)

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