Aktualisiert 08.12.2008 11:06

FlauteFinanzkrise mindert Wohnbautätigkeit in der Schweiz

Von Juli bis September wurden rund 10 560 Wohnungen neu gebaut und damit 3,5 Prozent weniger als im dritten Quartal 2007. Auch in Bau befanden sich Ende September weniger Wohnungen als vor Jahresfrist. Dafür gab es mehr Baubewilligungen.

Der Rückgang bei den Neuwohnungen war insbesondere in den Agglomerationen der grössten Städte hoch, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Insgesamt seien im dritten Quartal 2008 aus den Agglomerationen der fünf grössten Städte 3.580 neue Wohnungen gemeldet worden. Das seien mehr als sieben Prozent weniger als in der gleichen Vorjahresperiode. Am stärksten war der Einbruch in den Agglomerationen Basel mit rund einem Viertel und Genf mit leicht über einem Fünftel. Einzig die Agglomeration Bern wies mit einem Plus von 94 Prozent ein positives Resultat auf. Bei den Gemeinden verzeichneten solche mit 2.001 bis 5.000 Einwohnern eine Zunahme der Neuwohnungen um 6,5 Prozent.

In Bau standen Ende September landesweit 60.270 Wohnungen, was innert Jahresfrist eine Abnahme um knapp vier Prozent bedeutet. In den Agglomerationen der fünf grössten Städte stieg die Zahl dagegen leicht um rund ein Prozent auf 22.380 Wohnungen. Am ausgeprägtesten war die Zunahme laut BFS dabei in der Agglomeration Lausanne mit 34 Prozent. Die Agglomeration Genf dagegen verzeichnete einen Rückgang um fast 17 Prozent.

Einen Anstieg registrierte das Bundesamt zwischen Juli und September dagegen bei den erteilten Baubewilligungen, und zwar um 17,5 Prozent auf 14.150. Die markante Zunahme sei vor allem auf die Städte sowie auf Gemeinden mit bis zu 5.000 Einwohnern zurückzuführen. Besonders gross war die Zunahme in den Westschweizer Agglomerationen Genf und Lausanne. Nur in der Agglomeration Bern wurde ein Rückgang der baubewilligten Wohnungen im Vergleich zum Vorjahresquartal verzeichnet. (dapd)

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