Aktualisiert 08.12.2008 14:33

KriseFinanzkrise reisst tiefe Lücken in Bundespensionskassen

Die Finanzkrise schlägt immer deutlicher auf die Pensionskassen des Bundes sowie der früheren Regiebetriebe der Eidgenossenschaft durch. Mittlerweile befinden sich alle aktuellen oder früheren Bundespensionskassen in Unterdeckung.

Gemäss den neusten Schätzungen lag der Deckungsgrad der Pensionskasse des Bundes PUBLICA Ende November noch bei 97 Prozent. Damit weist die PUBLICA eine Unterdeckung von 1,1 Milliarden Franken aus, wie Finanzminister Hans-Rudolf Merz am Montag im Nationalrat auf eine Frage von Hans Widmer (SP/LU) erklärte.

Damit hat sich die Situation der PUBLICA im Verlaufe des Jahres drastisch verschlechtert. Bereits zwischen Januar und Juni 2008 war der Deckungsgrad von 106,5 auf 99,5 Prozent gesunken. Die Wertschwankungsreserven von 2 Milliarden Franken, die die PUBLICA Ende 2007 noch ausgewiesen hatte, waren damit bereits Mitte Jahr aufgebraucht.

Auch die Pensionskassen der ehemaligen Regiebetriebe litten. Die Pensionskasse der Post verfügte Ende November noch über einen Deckungsgrad von 86,4 Prozent, was einer Lücke von 1,8 Milliarden Franken entspricht. Die grösste Deckungslücke hat die Vorsorgestiftung der SBB mit 2,9 Milliarden Franken. Der Deckungsgrad betrug hier nur noch 80 Prozent, wie Merz sagte.

Bei der Swisscom (Complan) lag der Deckungsgrad bei 91,3 Prozent (Lücke von 600 Millionen Franken), bei der Ruag bei 90,2 Prozent (Lücke von 127 Millionen Franken) und bei Skyguide (Skycare) bei 92 Prozent (Lücke von 70 Millionen Franken).

(sda)

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