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Finanzspritze für Schweizer Skispringer

Die Schweizer Skisprung-Szene kann künftig auch finanziell wieder grössere Sprünge machen. Der neue Donatorenverein skijumping.ch garantiert ab der Saison 2007/2008 mindestens eine Viertelmillion Franken pro Jahr.

Swiss-Ski-Disziplinenchef Gary Furrer spricht von einem Lotto-Sechser, einem Quantensprung für seine Sparte. Erfolgstrainer Berni Schödler gehen Wörter wie Turbo und Drive über die Lippen. Die Euphorie ist verständlich. Was am Dienstag in Root LU vorgestellt wurde, ist wohl eher ein Stromschlag als nur ein dringend benötigter Impuls für eine Sportart, die hierzulande «am Hungertuch nagt». Mit solch drastischen Worten umschreibt Pierre Portmann, der Präsident von skijumping.ch, die momentane Situation der Schweizer Skispringer.

Am 16. Januar hatte Portmann mit den ersten acht weiteren Mitgliedern den Donatorenverein gegründet, mittlerweile ist der Kreis auf 30 Personen oder Firmen angewachsen. «Dabei haben wir noch nicht einmal richtig angefangen.» Privatmitglieder zahlen 2500 Franken pro Jahr, Firmenmitglieder das Doppelte, Passivmitglieder 500 Franken.

Mit 250'000 Franken wird skijumping.ch die Skispringer in der nächsten Saison mindestens unterstützen, 400'000 Franken sollen es ab der Saison 2008/2009 sein. Swiss-Ski stellt der Sparte Skispringen 800'000 Franken pro Jahr zur Verfügung, die Skispringer können künftig also mit bis zu 50 Prozent mehr Geld rechnen. In den Statuten von skijumping.ch ist festgehalten, dass kein Geld fliesst, wenn Swiss-Ski den Skispringern das Budget kürzt.

(si)

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