Aktualisiert

«Finanzunterricht» soll in Zürich Schulfach werden

Bereits jeder fünfte Jugendliche hat Schulden. Deshalb fordern die Jungfreisinnigen der Stadt Zürich das Fach Finanzunterricht für die Oberstufe.

«Die Jugendlichen sind der heutigen Konsumwelt nicht mehr gewachsen», mahnt Marc Schlieper, Präsident der Jungfreisinnigen der Stadt Zürich (JFZ). Die Oberstufenschüler sollen im Rahmen eines neuen Pflichtfachs lernen, ein Budget zu erstellen, die Handykosten einzuschätzen und über die Tücken von Kredit- oder Leasingverträgen aufgeklärt werden. Das verlangen die JFZ in einem Forderungspapier.

«Die punktuelle Aufklärungsarbeit von Betreibungsbeamten an diversen Zürcher Schulen reicht nicht, um das Problem zu bekämpfen», so Schlieper.

Marcel Kunz, Vorstandsmitglied des Kantonalverbands der Betreibungsbeamten: «Persönlich denke ich, dass die Ansätze der Forderung gut sind. Aber wir können als Betreibungsbeamte das Thema realitätsnaher vortragen als Lehrkräfte.»

«In unserer Subito-Gesellschaft muss auch der Grundsatz vermittelt werden, dass man nicht immer alles haben kann», so Regine Fretz vom Volksschulamt des Kantons Zürich. Ein Pflichtfach «Finanzunterricht» komme auf Grund der prallvollen Lektionentafel nicht in Frage. «Doch als Wahlfach im letzten Oberstufenjahr wäre diese Thematik durchaus denkbar.» Beim Zürcher Stadtrat ist auch noch ein Postulat von FDP-Gemeinderat Monjek Rosenheim zu diesem Thema hängig.

Sandra Hänni

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.