Zürich: Findel-Bulldoggen vom Kreis 5 sind begehrt
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ZürichFindel-Bulldoggen vom Kreis 5 sind begehrt

Das Interesse an Emma und Louisa, die im Zürcher Kreis 5 ausgesetzt worden sind, ist riesig. Doch der Tierrettungsdienst kann die Hündinnen noch nicht weitervermitteln.

von
rom
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Diese beiden Französischen Bulldoggen haben Passanten Mitte Dezember an der Luisenstrasse im Zürcher Kreis 5 aufgegriffen.

Diese beiden Französischen Bulldoggen haben Passanten Mitte Dezember an der Luisenstrasse im Zürcher Kreis 5 aufgegriffen.

Tierrettungsdienst
Wem gehören sie? Der Tierrettungsdienst sucht den Besitzer oder die Besitzerin. Die Hunde sind nicht gechipt und in einem schlechten Pflegezustand.

Wem gehören sie? Der Tierrettungsdienst sucht den Besitzer oder die Besitzerin. Die Hunde sind nicht gechipt und in einem schlechten Pflegezustand.

Tierrettungsdienst
Mittlerweile gehts den beiden Hündinnen schon besser, wie dieses Foto vom 22. Dezember zeigt. Sie haben an Gewicht etwas zugelegt. Die Hautprobleme werden laut Renata Tinner vom Tierrettungsdienst medikamentös behandelt und haben sich auch etwas gebessert

Mittlerweile gehts den beiden Hündinnen schon besser, wie dieses Foto vom 22. Dezember zeigt. Sie haben an Gewicht etwas zugelegt. Die Hautprobleme werden laut Renata Tinner vom Tierrettungsdienst medikamentös behandelt und haben sich auch etwas gebessert

Tierrettungsdienst

Herzlos hatte jemand vor einer Woche an der Luisenstrasse im Zürcher Kreis 5 zwei Französische Bulldoggen ausgesetzt. Beim Tierrettungsdienst klingelte das Telefon seither im Akkord: «Wir hatten noch nie so viele Hinweise zu Findeltieren erhalten wie in diesem Fall», sagt Sprecherin Renata Tinner.

Falls man jemandem nachweisen könne, dass ihm oder ihr die beiden Hunde tatsächlich gehören, muss diese Person mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Laut Tinner würden Anzeigen drohen wegen tierschutzrelevanter Verfehlungen, und weil die Tiere nicht gechipt sind.

Frist von zwei Monaten

Unter den Anrufern waren auch viele, die die beiden Hunde gerne bei sich aufnehmen würden. «Vorläufig können wir sie jedoch nicht abgeben», sagt Tinner. Findeltiere, die bei der kantonalen Meldestelle gemeldet sind, gehen erst nach einer zweimonatigen Frist an den neuen Besitzer über – in diesem Fall an den Tierrettungsdienst. «Erst danach können wir einen neuen Platz für die beiden suchen.»

Gesundheitlich geht es den beiden aufgefundenen Hündinnen besser. Sie haben an Gewicht etwas zugelegt. Die Hautprobleme werden laut Tinner medikamentös behandelt und haben sich auch etwas gebessert: «Nach wie vor sind sie sehr aufgeschlossen, freundlich und aufgestellt.» Und sie haben mittlerweile Namen erhalten: Emma und Louisa.

«Französische Bulldoggen sind die neuen Möpse»

Gemäss Tinner sind in letzter Zeit vermehrt Französische Bulldoggen im Tierheim Pfötli gelandet: «Man merkt, dass es sich um einen Modehund handelt.» Das bestätigt auch ein Blick in die Hundedatenbank Anis: 2013 war dieser Rassentyp mit 5946 Hunden erstmals in den Top 25 aufgelistet – und zwar gleich auf dem 15. Platz. Selbst Promis wie Lady Gaga schwören darauf – die Pop-Ikone nimmt ihre Asia sogar mit auf die Tour.

«Frenchies sind die neue Möpse», sagt Bruno Meyer aus Zürich. Der 26-Jährige besitzt selber einen – den zweijährigen James. Sie seien vom Wesen her sehr angenehm, menschenbezogen und dank mehr Muskeln fitter als ein Mops. «Ich kenne viele, die ebenfalls Französische Bulldoggen halten – bei Städtern und insbesondere bei Lesben und Schwulen sind sie sehr beliebt.»

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