Berchtesgaden (D): Finden die Bergretter Julian (24) noch rechtzeitig im eisigen Schnee?

Publiziert

Berchtesgaden (D)Finden die Bergretter Julian (24) noch rechtzeitig im eisigen Schnee?

Seit Samstagnachmittag suchen Rettungskräfte nach dem 24-jährigen Julian. Er war bei einer Wanderung vom Wintereinbruch überrascht worden und abgestürzt. Die Wetterverhältnisse erschweren die Rettung.

von
Philippe Coradi
Reto Bollmann
1 / 7
Der junge Mann war trotz des frühen Wintereinbruchs zu seiner hochalpinen Tour aufgebrochen. 

Der junge Mann war trotz des frühen Wintereinbruchs zu seiner hochalpinen Tour aufgebrochen. 

Privat
Seit Samstagnachmittag wird Julian am Hochkalter in den Berchtesgadener Alpen vermisst.

Seit Samstagnachmittag wird Julian am Hochkalter in den Berchtesgadener Alpen vermisst.

Facebook/Bergwacht Ramsau
Die Suche musste am Sonntag wetterbedingt ohne Erfolg abgebrochen werden.

Die Suche musste am Sonntag wetterbedingt ohne Erfolg abgebrochen werden.

Facebook/Bergwacht Ramsau

Darum gehts

Seit Samstagabend fehlt von Julian jede Spur. Er befand sich auf einer Wanderung in den Berchtesgadener Alpen und wurde offenbar durch den plötzlichen Wintereinbruch überrascht. Am Hochkalter im Bundesland Bayern ist der Mann vermutlich zwischen 2400 und 2500 Höhenmetern in Schwierigkeiten geraten und eine grössere Strecke abgerutscht

Alleine unterwegs

Der junge Mann war alleine mit dem Zug angereist, trotz des frühen Wintereinbruchs zu seiner hochalpinen Tour aufgebrochen und hatte dann am Samstagnachmittag gegen 15 Uhr einen Notruf abgesetzt, wie die Bergwacht Ramsau auf Facebook schreibt.  

Die Rettungskräfte konnten immerhin mit dem Verunglückten vorübergehend telefonieren. Die Rettungskräfte berichten zu «Bild», dass er sich bei einem Sturz am Kopf und den Armen verletzt hatte. 

Nach Sturz Orientierung verloren

«Er ist wohl oben am Grat entlanggewandert und muss ausgerutscht sein. Nach dem Sturz ist er abgestiegen, bis er sich in einer Position befand, aus der er nicht mehr rauskam», berichtet Bergretter Michael Renner (37) gegenüber der Zeitung. Er sei weiter durchs Gelände abgestiegen, habe im Schnee aber keine Wegmarkierungen mehr gefunden.

Musstest du auch schon aus einer misslichen Lage befreit werden?

Handyortung misslungen

Doch die Telefonleitung wurde unterbrochen und die Helfer müssen bei der Suche mit den Informationen auskommen, die sie bislang erhalten haben. Die genaue Ortung des Telefons des Vermissten misslang. Sie hatten dem jungen Mann aber mehrfach Mut zugesprochen, er solle trotz der widrigen Verhältnisse durchhalten.

Im Kampf gegen die Zeit

Zur Bergung des Verunglückten war ein Grossaufgebot an Einsatzkräften von Bergwacht, Polizei und mehreren Helikopter-Besatzungen seit Samstagnachmittag im Einsatz. Widrige Witterungsverhältnisse durch Schneefall, Eis, Starkregen, Wind und Nebel sowie Temperaturen von bis zu minus sechs Grad erschwerten die Suche massiv.

Wegen der heftigen Wetterverhältnisse musste die Suche in der Nacht auf Sonntag unterbrochen werden. Seither wird weiter nach Julian gesucht, in der ständigen Hoffnung, ihn lebend zu finden.

Keine News mehr verpassen

Mit dem täglichen Update bleibst du über deine Lieblingsthemen informiert und verpasst keine News über das aktuelle Weltgeschehen mehr.
Erhalte das Wichtigste kurz und knapp täglich direkt in dein Postfach.

Deine Meinung

9 Kommentare