Goldfisch steuert Aquarium auf Rädern – «Findet Nemo» in echt
Publiziert

Studie«Findet Nemo» in echt – dieser Goldfisch kann sein Aquarium steuern

Wie würde sich ein Fisch verhalten, wenn er sich über Land bewegen könnte? Dieser Frage sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Israel nachgegangen.

von
Dominique Zeier

So sah das Experiment mit den Goldfischen aus.

Ben-Gurion University of the Negev in Beersheba

Darum gehts

  • Ein Forschungs-Team aus Israel hat ein Aquarium auf Rädern gebaut.

  • Damit konnten sich Goldfische frei über Land bewegen.

  • Es zeigte sich, dass Goldfische sich auch in dieser unbekannten Umgebung leicht navigieren können.

  • Das könnte Rückschlüsse auf andere Tierarten zulassen.

«Wie ein Fisch im Wasser», so die Redewendung, wenn sich jemand wohl fühlt und sich ganz leicht an die äusseren Umstände anpasst. Aber wie würde sich ein Fisch auf dem Land verhalten? Auf den ersten Blick klingt diese Frage absurd, für Forschende aus der Ben-Gurion University of the Negev in Beersheba, Israel ist diese Frage aber vollkommen realistisch. Denn sie haben eine Studie durchgeführt, die genau das getestet hat.

Um dies möglich zu machen, entwickelten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein Aquarium auf Rädern, das sich aufgrund der Bewegungen des Fisches fortbewegt. Anschliessend testeten die Forschenden, wie sechs verschiedene Goldfische dieses Gefährt navigierten. Dabei beobachteten sie, wie lange der Fisch benötigte, um einen bestimmten, vorgegebenen Ort zu erreichen, wo er mit Nahrung für seine Errungenschaft belohnt wurde.

Überraschende Ergebnisse

Überraschenderweise zeigte sich, dass die Fische sich ganz selbstverständlich über Land bewegten. «Die Ergebnisse lassen darauf schliessen, dass die Goldfische dazu fähig sind, ein völlig unbekanntes Terrain erfolgreich zu navigieren», schlussfolgert der Co-Autor der Studie, Ronen Segev. Denn die Fische konnten sowohl Sackgassen als auch Umwege vermeiden, sobald sie gelernt hatten, wo sich die Nahrungsquelle befand.

Aus ihren Funden schliessen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, dass Goldfische nicht die einzigen Tiere sind, die sich rasch an ein Terrain gewöhnen könnten, für welches sie evolutionär gesehen eigentlich nicht vorgesehen sind. So ist es möglich, dass auch Säugetiere oder Vögel sich rasch an eine unbekannte Umgebung anpassen könnten, da diese drei Spezies über eine ähnliche Struktur im Gehirn verfügen, die für die Navigation verantwortlich ist.

Am Montag teilte Segev ein Video auf Twitter, das zeigt, wie einer der Goldfische das Aquarium erfolgreich steuert. Das Video ging sofort viral – mittlerweile haben rund 12’000 Personen den Post gelikt. Es ist nicht das erste Mal, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Tiere trainieren, etwas zu tun, das ihnen eigentlich gar nicht in der Natur liegt. So hat ein Forscher im letzten Jahr eine Ratte trainiert, das Videospiel «Doom II» zu spielen – oder zumindest sich in der Videogame-Umgebung fortzubewegen.

Digital-Push

Wenn du den Digital-Push abonnierst, bist du über News und Gerüchte aus der Welt von Whatsapp, Snapchat, Instagram, Samsung, Apple und Co. informiert. Auch erhältst du Warnungen vor Viren, Trojanern, Phishing-Attacken und Ransomware als Erster. Weiter gibt es Tricks, um mehr aus deinen digitalen Geräten herauszuholen.

So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe unten rechts auf «Cockpit», dann «Einstellungen» und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Beim Punkt «Themen» tippst du «Digital» an – et voilà!

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

Deine Meinung

1 Kommentar