Finger gegen das Leben getauscht
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Finger gegen das Leben getauscht

Ein Fischer im US-Staat Washington hat sich mit dem Taschenmesser zwei Fingerkuppen abgeschnitten, um sich aus seinem sinkenden Boot zu befreien. Dabei hätte er nur ein wenig Geduld gebraucht.

Der 51 Jahre alte William Messenger griff aber etwas zu schnell zum Messer, denn nur Minuten später traf Hilfe ein, wie der stellvertretende Sheriff von Grays Harbor, Rick Scott, mitteilte.

Messenger war am Sonntag mit seinem künftigen Schwiegersohn Jarrad Todd zum Fischen auf den Wynoochee River, als Stromschnellen ihr Boot gegen eine Barriere aus gefällten Bäumen drückten. Mittel- und Zeigefinger seiner linken Hand wurden eingeklemmt, während sich das Boot voll Wasser lief. Todd konnte sich befreien und lief los, um Hilfe zu holen. Messenger befürchtete jedoch nach einer Weile, dass er nicht schnell genug zurückkam, und griff zum Messer.

Nur kurz danach eilte Todd jedoch schon mit Werkzeug herbei. Nachher sei man immer klüger, kommentierte Sheriff Scott. «Wenn er gewusst hätte, dass die Hilfe so nah war, hätte er diesen Schritt wahrscheinlich nicht unternommen.» Messenger befand sich nach Angaben eines Krankenhauses in Seattle in einem zufriedenstellenden Zustand. Ob die Ärzte die Fingerkuppen wieder annähen konnten, war zunächst nicht bekannt. (dapd)

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