06.07.2016 20:02

Fiese KeimeFinger weg von rohem Teig

Folgen auf das Teignaschen Durchfall und Erbrechen, sind meist mit Salmonellen verseuchte Eier schuld. Doch auch ohne sie ist grösste Vorsicht geboten.

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Wenn Ihnen Ihre Gesundheit etwas wert ist, sollten Sie keinen rohen Teig mehr naschen. Denn das kann zu Bauchschmerzen, Erbrechen und Übelkeit führen.

Wenn Ihnen Ihre Gesundheit etwas wert ist, sollten Sie keinen rohen Teig mehr naschen. Denn das kann zu Bauchschmerzen, Erbrechen und Übelkeit führen.

iStock/Romrodinka
Schuld daran sind in der Regel die bei der Zubereitung verwendeten Eier, deren Schalen von Salmonellen befallen sein können.

Schuld daran sind in der Regel die bei der Zubereitung verwendeten Eier, deren Schalen von Salmonellen befallen sein können.

Keystone/AP/Martin Angelstein
Gelangen diese bei der Zubereitung in den Teig, machen sie dem Naschenden das Leben schwer.

Gelangen diese bei der Zubereitung in den Teig, machen sie dem Naschenden das Leben schwer.

Instagram.com/fraujottpunkt

Dass roher Teig Bauchschmerzen und Übelkeit verursachen kann, weiss jedes Kind. Schliesslich stehen auf der Zutatenliste häufig Eier, deren Schalen von Salmonellen befallen sein können. Gelangen diese bei der Zubereitung in den Teig, machen sie dem Naschenden das Leben schwer.

Doch auch wenn das Rezept Eier nicht vorsieht, sollte man vom Naschen des unfertigen Produkts absehen, warnt die US-Lebensmittelbehörde FDA. Denn auch im Mehl können krankmachende Bakterien stecken: die sogenannten Stec (Shiga-toxin-producing E. coli).

Jedes Mehl kann betroffen sein

Grund für die von der FDA ausgesprochene Warnung ist eine Häufung an Krankheitsfällen in den USA. Die Betroffenen klagen über Symptome wie Durchfall oder Bauchkrämpfe. Alle hatten zuvor Mehlprodukte von General Mills konsumiert. Als Reaktion darauf hat die Firma bereits mehrere Millionen Kilogramm zurückgerufen.

Gebannt ist die im Mehl lauernde Gesundheitsgefahr trotzdem nicht. Denn «Mehl, ganz gleich von welcher Marke, kann krankmachende Bakterien enthalten», wie die Behörde mitteilte. Schliesslich handele es sich bei dem Rohstoff um ein Naturprodukt.

Gegen Mehlkeime hilft nur eins

Der Grund für die Verunreinigung ist so unappetitlich wie natürlich: Weil die Ähren unter freiem Himmel wachsen, können Tiere wie etwa Mäuse oder Vögel das Getreide mit ihrem Kot verunreinigen. Ungeachtet dessen wird das Korn nach der Ernte unbehandelt zu Mehl gemahlen.

Deshalb auf Mehl und daraus fabrizierte Produkte zu verzichten, ist laut den Experten jedoch Quatsch. Wichtig sei einfach, Mehlhaltiges vor dem Verzehr zu kochen, zu backen oder zu braten. Denn durch das Erhitzen werden die Keime abgetötet.

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