Bern: Fingerspitzengefühl am Lastkran trotz Eiseskälte
Aktualisiert

BernFingerspitzengefühl am Lastkran trotz Eiseskälte

Wegen der Kälte ist bei Fussgängern und Autofahrern Vorsicht geboten – und ganz speziell beim Kranführer der Schweizerhof-Baustelle.

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meo/mar/am
Kranführer Claudio Benvenga. (meo)

Kranführer Claudio Benvenga. (meo)

Ab 7 Uhr steht Claudio Benvenga (45) in der Kälte – und darf nicht schlottern oder zittern: Mit Joysticks steuert er den Kran auf der Schweizerhof-Baustelle und platziert schwerste Lasten auf den Millimeter genau. «Es braucht Fingerspitzengefühl, aber trotzdem sind bei diesen Temperaturen Handschuhe Pflicht.» Auf minus vier Grad sinkt das Thermometer heute. Und Schneefälle halten die Räumequipen auf Trab. «Während des Tages sind bis zu 200 Angestellte im Einsatz, um die Strassen und Trottoirs frei zu räumen», erklärt Martin Schneider, Leiter Winterdienst der Stadt Bern. Immer wieder erhält er Reklamationen wegen vereisten Trottoirs. «Wir können nicht jeden Zentimeter der Stadt vom Schnee befreien», entgegnet Schneider. Fussgänger müssten halt Winterschuhe anziehen, genauso wie die Autofahrer Winterreifen montieren. Wer sein Fahrzeug noch nicht umgerüstet hat, muss aber weit hinten anstehen: «Es ist eine Katastrophe», sagt Valentino Lavo­rato von Pneu Egger. «Wegen des grossen Ansturms muss man bei vielen Reifenmarken mit Lieferfristen von bis zu sechs Wochen rechnen.»

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