Begehrter Trainer: Fink coacht sich ins Visier der Bundesliga
Aktualisiert

Begehrter TrainerFink coacht sich ins Visier der Bundesliga

Das Unentschieden des FC Basel gegen Manchester United war auch für den Trainer ein Erfolg. Das weckt Begehrlichkeiten, vor allem bei Klubs aus der Bundesliga.

von
Fabian Vogt
Thorsten Fink im Gespräch mit Alex Ferguson, dem Trainer von Manchester United.

Thorsten Fink im Gespräch mit Alex Ferguson, dem Trainer von Manchester United.

In der Pause wurde Thorsten Fink kurz laut: «Der Trainer war richtig sauer und hat uns gesagt, dass wir an den Sieg glauben müssen», sagte FCB-Captain Marco Streller nach dem Spiel. Und die Spieler glaubten. Basel holte gegen Manchester United ein 0:2 auf und kehrte mit einem 3:3 in die Schweiz zurück. Der Trainer hatte die richtigen Worte gefunden, einmal mehr.

Thorsten Fink (44) ist ein Erfolgsmensch. Als aktiver Fussballer wurde er mit Bayern München viermal deutscher Meister, dreimal DFB-Pokal-Sieger und gewann im Jahr 2001 sowohl die Champions League als auch den Weltpokal. Und als Trainer ist er drauf und dran, diese Karriere noch zu toppen. Nach seinen Lehrjahren unter Giovanni Trapattoni bei Salzburg wechselte er nach Deutschland, wo er mit dem FC Ingolstadt gleich im ersten Jahr den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffte. Als sich daraufhin kurzfristige Erfolglosigkeit (elf Spiele ohne Sieg) einstellte, wurde Fink beurlaubt, war aber nicht lange ohne Job. Denn der FC Basel hatte seine Fühler nach dem Dortmunder ausgestreckt.

Schalke, HSV, Bayern?

Seit Juni 2009 trainiert Fink den FCB und sein Leistungsausweis ist fast makellos. 2010 und 2011 wurde er Schweizer Meister, 2010 auch Cupsieger. Letzte Saison qualifizierte er sich für die Champions League und scheiterte knapp am FC Bayern und der AS Roma. Dieses Jahr war der Klub aufgrund des Uefa-Koeffizienten direkt für die Königsklasse klassiert und hat bisher das Maximum aus dieser Gelegenheit gemacht. Seit dem 3:3 in Manchester hat sich Thorsten Fink auch in Europa endgültig einen Namen geschaffen – das weckt Begehrlichkeiten.

Denn bereits jagen ihn Klubs aus der Bundesliga. Der HSV hat gemäss der ARD Interesse am Basler Trainer und auch die Schalker wurden neugierig, bevor sie sich für Huub Stevens entschieden. Fink selbst möchte am liebsten die Bayern trainieren, wie er gegenüber TZ-Online sagt.

Mit dem Erfolg kommt die Begierde

Momentan aber ist er noch beim FC Basel unter Vertrag. Dieser Kontrakt läuft bis Ende 2013, eine Ausstiegsklausel hat er nicht. Gemäss FCB-Mediensprecher Josef Zindel gab es bisher auch noch keine Anfragen für Fink. Aber falls Basel weiterhin auf einer Erfolgswelle reitet, werden diese nicht mehr lange ausbleiben. Und dann wird es für die Basler schwierig, den Trainer zu halten. Trotz fehlender Ausstiegsklausel.

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