«Ruhe vor dem Sturm»: Fink und sein Captain sind sich nicht einig
Aktualisiert

«Ruhe vor dem Sturm»Fink und sein Captain sind sich nicht einig

Noch herrscht Ruhe zwischen FCB-Trainer Thorsten Fink und Captain Franco Costanzo.

von
Eva Tedesco
Den Meistertitel konnten Thorsten Fink (l.) und Franco Costanzo zusammen feiern – doch wer jubelt am Samstag? (Bilder: EQI)

Den Meistertitel konnten Thorsten Fink (l.) und Franco Costanzo zusammen feiern – doch wer jubelt am Samstag? (Bilder: EQI)

Bisher sind zwischen dem Deutschen und dem Argenti­nier nur einzelne Sprüche gefallen. Kleine, feine Sticheleien. Der Fokus ist auf die eigene Arbeit und die Vorbereitung auf die am 17. Juli beginnende Meisterschaft gerichtet.

Mit sommertauglicher Kurzhaarfrisur und in bester Laune zeigte sich der Basler Gaucho-Keeper gestern nach dem Morgentraining. Trainer Fink hatte die Einheit wegen der Hitze auf 9.30 Uhr vorverlegt. Die Stimmung beim FCB, noch ohne die Nationalspieler Frei, Huggel und Shaqiri sowie WM-Viertelfinalist Inkoom, ist hervorragend. «Wir haben im Trainingslager am Tegernsee eine gute Basis legen können», sagt Fink. «Wir arbeiten sehr gut und freuen uns auf die Meisterschaft», so Costanzo, auch wenn er einräumt: «Bei diesen Temperaturen wäre es am Pool schöner.» Noch sind sich der Trainer und sein Captain einig. Noch herrscht Ruhe. Knistern zwischen den beiden wird es wohl erst am Samstag.

Genauer: Ab 16 Uhr, dem Kickoff zum WM-Viertel­final-Knaller zwischen Argentinien und Deutschland. Während diesen mindestens 90 Minuten wird der FCB-Captain die Loyalität gegenüber seinem Trainer vergessen. Anderer Meinung, wer das Spiel gewinnen wird, sind sie schon heute. Fink: «Die Deutschen werden frisch, fröhlich und frei gewinnen.» Der ehemalige Bayern-Star kennt auch den Schwachpunkt der Gauchos: «die Abwehr».

«Ganz klar Argentinien», antwortet Costanzo auf die Frage nach dem Sieger, «und diesmal wird es auch nicht wie 2006 zum Penaltyschiessen kommen. Argentinien macht das Resultat vorher klar.»

Noch laufen zwischen den Deutschen Fink, seinem Assistent Heiko Vogel und den Argentiniern Costanzo und Abraham keine Wetten. Fink: «Aber bis Samstag wird sich mein ­Assistent sicher noch etwas einfallen lassen.»

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