Aktualisiert 20.10.2011 21:43

Nach dem FCBFinks Sicherheit vor dem ersten HSV-Spiel

15 Punkte will Thorsten Fink bis zur Winterpause mit dem Tabellenletzten HSV holen. Das Startprogramm meint es gut mit ihm.

von
Sandro Compagno
Da gehts lang: Thorsten Fink will den Hamburger Sportverein zu alter Grösse führen. (Foto: Imago)

Da gehts lang: Thorsten Fink will den Hamburger Sportverein zu alter Grösse führen. (Foto: Imago)

Erst Wolfsburg, dann Kaiserslautern, beide zuhause. Dies sind die Aufgaben des letzte Woche von Basel nach Hamburg transferierten Trainers. Dass Exporte aus der beschaulichen Super League in der Bundesliga durchaus erfolgreich arbeiten können, beweist Lucien Favre (53). Der Romand verliess im Sommer 2007 den FC Zürich, nachdem er in drei Jahren einen Cup und zwei Meisterschaften gewonnen hatte, führte erst Hertha Berlin in die Europa League und ist heute mit Mönchengladbach erster Bayern-Jäger.

Obwohl er eine Ausstiegsklausel im Vertrag hatte, gilt Favre bei FCZ-Präsident Ancillo Canepa seither als Persona non grata. Fink dagegen, der ohne Klausel und wenige Tage vor dem Champions-League-Spiel gegen Benfica Lissabon ging, wurde von FCB-Chef Bernhard Heusler mit warmen Worten in den windigen Norden Deutschlands entlassen.

Dort erwartet ihn ein ungleich schwierigeres Umfeld als in Basel. Die HSV-Trainer seit 2007 hiessen (ohne Interimslösungen): Doll, Stevens, Jol, Labbadia, Veh und Oenning. Und alle waren sie «Wunschtrainer», wie Sportchef Frank Arnesen den Mann aus Basel bezeichnete. Einen ersten Erfolg erlebte Fink am Mittwoch, als sein neues Team 6:0 gegen die eigene U23 gewann.

«Fussball spielen können sie sowieso, das wissen wir», beschrieb Fink gestern seine Eindrücke seit Amtsantritt am Montag. Morgen gegen Wolfsburg mit dem Schweizer Goalie Diego Benaglio will er seinen ersten Sieg. Fink: «Ich bin sicher, dass wir dieses Spiel gewinnen.»

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