Aktualisiert 07.11.2013 12:02

Krankenkassen

Finma erzwingt tiefere Prämien

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) verlangt von den Krankenkassen, dass sie die Prämien bei den Zusatzversicherungen für das kommende Jahr senken.

Im letzten Jahr ist mit der neuen Spitalfinanzierung die finanzielle Belastung der Versicherer beträchtlich gesunken.

Im letzten Jahr ist mit der neuen Spitalfinanzierung die finanzielle Belastung der Versicherer beträchtlich gesunken.

Die Zusatzversicherer müssen ihre Prämien für 2014 um 240 Millionen Franken senken. Dieser Schritt geschieht auf Druck der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma). Hintergrund ist die neue Spitalfinanzierung, die Zusatzversicherer finanziell beträchtlich entlastet.

«Das ist ein ausserordentlicher Eingriff», sagte Markus Geissbühler, Ableitungsleiter Aufsicht Krankenkasse bei der Finma, am Donnerstag vor den Medien in Bern. Geissbühler sieht diesen Schritt als notwendig, um dem gesetzlichen Auftrag gerecht zu werden.

Neue Spitalfinanzierung

Normalerweise überprüft die Finma die Tarife der Zusatzversicherungen nur, wenn diese geändert werden oder bei Hinweisen auf Solvenz- oder Missbrauchsgefahr. Notwendig geworden war dieser Schritt, weil im letzten Jahr mit der neuen Spitalfinanzierung die finanzielle Belastung der Versicherer beträchtlich gesunken sei.

Bereits im März hatte die Finma deshalb angekündigt, sämtliche Spitaltarife der Zusatzversicherer unter die Lupe zu nehmen. Die gesamten Kostenentlastungen beziffert die Aufsichtsbehörde auf Basis der Jahresrechnungen von 2012 auf 582 Millionen Franken. Ein Teil davon fliesst laut Finma nun etwa in Altersrückstellungen und in den Defizitabbau der Versicherer. (sda)

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