National League: Finnische Star-Goalies werden gedemütigt und Zugs Hofmann patzt zweimal 

Publiziert

National LeagueFinnische Star-Goalies werden gedemütigt und Zugs Hofmann patzt zweimal 

An diesem Wochenende wurden gleich beide finnische Torhüter in der National League ausgewechselt. Und der Meister aus Zug erlebt einen rabenschwarzen Sonntag.  

von
Nils Hänggi
1 / 3
Gregory Hofmann erwischt am Sonntag keinen guten Tag, er leistet sich gleich zwei Fehler. 

Gregory Hofmann erwischt am Sonntag keinen guten Tag, er leistet sich gleich zwei Fehler. 

Martin Meienberger/freshfocus
Mit einer Fangquote von 91,28 Prozent gehört Olympiasieger Harri Säteri zu den schlechtesten Torhütern der Liga.

Mit einer Fangquote von 91,28 Prozent gehört Olympiasieger Harri Säteri zu den schlechtesten Torhütern der Liga.

Urs Lindt/freshfocus
Juha Metsola ist mit 88,68 Prozent gar der schlechteste – mit Abstand. 

Juha Metsola ist mit 88,68 Prozent gar der schlechteste – mit Abstand. 

Estelle Vagne/freshfocus

Darum gehts

Nach acht, respektive sieben Spielen ist Servette-Genf an der Spitze der National League klassiert. Dahinter folgen mit den Lakers, Davos und Ambri mehrere Überraschungsteams – ehe schliesslich der Meister aus Zug kommt. Es gibt also eine Mega-Spannung im Schweizer Eishockey. Und nicht nur diese Erkenntnis ist derzeit wichtig – so gab es am Wochenende ein paar Highlights. Wir zeigen sie dir auf.  

Schmach für finnische Star-Goalies

Bei Biel und Kloten stehen Finnen im Goal. Während bei Kloten der Nordeuropäer Juha Metsola heisst, ist der Name des finnischen Torhüters bei Biel Harri Säteri. Die beiden haben nicht nur die gleiche Nationalität, beide wurden an diesem Eishockey-Wochenende auch gedemütigt.

Denn: Sowohl Metsola wie auch Säteri wurden am Freitagabend von ihren Trainern frühzeitig vom Eis genommen. Kloten-Coach Jeff Tomlinson wechselte seinen Finnen aus, als es 0:2 stand. Mit dem Ersatz Sandro Zurkirchen schaffte der Aufsteiger dann die Wende und gewann das Spiel gegen Lugano (5:4). Der erste Saisonsieg war Tatsache – und das nicht dank des finnischen Stars. Und auch für Säteri war beim Spiel gegen die Lakers in der 33. Minute Schluss. Die Biel-Verantwortlichen hatten nach dem 1:4 genug gesehen. Am Ende hiess es 6:5 für Rapperswil. 

Für die Finnen war die Auswechslung eine Schmach. Doch Tatsache ist auch, dass die beiden derzeit noch keine guten Leistungen zeigen. Das beweisen auch die Statistiken. Mit einer Fangquote von 91,28 Prozent gehört Olympiasieger Säteri zu den schlechtesten Torhütern der Liga. Metsola ist mit 88,68 Prozent gar der schlechteste – mit Abstand. 

Plan von Lakers-Coach geht gehörig schief

Bei den Rapperswil-Jona Lakers läuft es. Nach acht Partien liegt der Club auf Rang 2 der National League. Einen Tag nach dem Sieg gegen Biel verloren die Lakers jedoch in der Overtime gegen Ambri mit 3:4. Dabei versuchte Rappi-Trainer Stefan Hedlund in der Verlängerung alles – und pokerte. So nahm er seinen Torhüter raus, um einen zusätzlichen Feldspieler zu haben. Das ging jedoch schief. Die Lakers waren nämlich noch nicht in der Zone von Ambri und so kassierte Rappi das entscheidende Gegentor. Nach der Niederlage meinte Hedlund gegenüber dem «Blick» selbstkritisch: «Dieses Timing war nicht gut. Da hätte ich einen besseren Job machen müssen.» 

Meister EV Zug wird eiskalt ausgekontert

Beim EV Zug läuft es derzeit noch nicht mega. So sorgte Ambri-Piotta am Sonntag mit einem  5:4-Auswärtssieg beim Meister für ein kräftiges Ausrufezeichen. Der Sieg, er war verdient. Zug leistete sich viel zu viele Aussetzer und wurde gleich mehrfach eiskalt ausgekontert. 

Die Geschichte der Partie war aber eigentlich der Desaster-Tag des ehemaligen NHL-Spielers Grégory Hofmann, der gleich zweimal den Puck an der blauen Linie verlor. EVZ-Coach Dan Tangnes nahm den Schweizer jedoch in Schutz, er sagte: «Die Kritik ist mir zu einfach. Grégory weiss, was er falsch gemacht hat. Das Letzte was ich tue, ist mit dem Finger auf einen Spieler zu zeigen.» Weiter gab er aber auch zu, dass er wegen den «verrückten Fehlern» frustriert sei. 

Spezielle Tage für Bern und Zürich

Der SC Bern gewann gegen Lausanne mit 3:0, die ZSC Lions siegten mit 4:0 mit Ajoie. Nur wegen diesen Erfolgen erleben die Teams aber keine speziellen Tage. Die Gründe sind andere. So präsentierten die Lions gut zwei Wochen vor dem ersten Heimspiel am Sonntag ihren neuen Hockey-Tempel. Die Arena in Zürich-Altstetten setzt neue Massstäbe und soll den Verein langfristig über Wasser halten. Und der SC Bern spielt am Montagabend gegen die Nashville Predators und den beiden Schweizern Roman Josi sowie Nino Niederreiter. 

Keine News mehr verpassen

Mit dem täglichen Update bleibst du über deine Lieblingsthemen informiert und verpasst keine News über das aktuelle Weltgeschehen mehr.
Erhalte das Wichtigste kurz und knapp täglich direkt in dein Postfach.

Deine Meinung

2 Kommentare