Aktualisiert 05.08.2008 12:37

Geschäft mit GenenFirma klont Hund gegen Bezahlung

Bernann McKinney ist glücklich: Booger ist wieder da. Eine südkoreanische Firma hat ihren verstorbenen Pitbull geklont. Und das gleich fünfmal.

Die Amerikanerin Bernann McKinney hat am Dienstag fünf Welpen erhalten, die aus dem Erbgut ihres verstorbenen Pitbulls Booger geklont wurden. Da sie die erste Kundin der südkoreanischen Firma RNL Bio ist, bekam sie die Tiere zum Preis von 50 000 Dollar (rund 52 500 Franken). Danach berechnet das Unternehmen das Klonen eines Hundes mit 150 000 Dollar (rund 157 500 Franken). Die Klon-Hunde kamen in der vergangenen Woche zur Welt.

«Ein Wunder!»

«Es ist ein Wunder!» rief McKinney immer wieder am Dienstag, als sie die Klone von Booger in einem Labor der Universität von Seoul zum ersten Mal sah. «Ja, ich kenne Euch! Ihr kennt mich auch», sagte McKinney und herzte die Welpen, die bei einer ihrer beiden Leih-Hundemütter schliefen.

«Ihr kennt mich auch»: McKinney ist glücklich. (Bild: AP Photo/Ahn Young-joon)

Erster kommerzieller Hunde-Klon

Das Team der für RNL Bio arbeitenden Wissenschaftler wird von Lee Byeong Chun geleitet, einem früheren Kollegen des Forschers Hwang Woo Suk, der wegen gefälschter Forschungsergebnisse in Misskredit geraten ist. Das Klonen von Hunden wurde aber 2005 auch von unabhängiger Seite bestätigt. Lees Team hat seitdem rund 20 Hunde geklont. RNL Bio erklärte, das sei jetzt aber das erste Mal gewesen, dass ein Hund kommerziell geklont worden sei. «Booger war unser erster erfolgreicher Klon», erklärte das Unternehmen.

Geklont: Die Welpen mit der «Leihmutter». (Bild: AP Photo/Ahn Young-joon)

Auch Kamel-Klone?

McKinney nahm mit Lee Kontakt auf, nachdem Booger im April 2006 an Krebs gestorben war. Die südkoreanischen Forscher brachten im März gefrorene Zellen des Hundes nach Seoul. Der Chef von RNL Bio, Ra Jeong Chan, erklärte, seine Firma wolle rund 300 Hunde im Jahr klonen, für Kunden im Nahen Osten könnten vielleicht auch Kamele geklont werden. (dapd)

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