Sicherheit für Spieler: Firma versichert «Pokémon Go»-Jäger
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Sicherheit für SpielerFirma versichert «Pokémon Go»-Jäger

Nicht nur Menschen, sondern auch Firmen springen auf den Hype um das Handy-Game auf. Ein deutsch-schweizerisches Start-up bietet eine Versicherung für die Spieler an.

von
foa
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Bern Casinoplatz: Ein Tummelplatz für «Pokémon»-Fans.

Bern Casinoplatz: Ein Tummelplatz für «Pokémon»-Fans.

kein Anbieter/Beat Mathys
Hier in der Herrengasse, zwischen Casino und Universitätsbibliothek, treffen sich die Gamer in Scharen – und starren stundenlang auf ihre Smartphones.

Hier in der Herrengasse, zwischen Casino und Universitätsbibliothek, treffen sich die Gamer in Scharen – und starren stundenlang auf ihre Smartphones.

kein Anbieter/Iris Andermatt
Auch auf der Terrasse des Restaurants Casino gibt es ein Pokémon.

Auch auf der Terrasse des Restaurants Casino gibt es ein Pokémon.

kein Anbieter/Beat Mathys

Millionen von Menschen auf der ganzen Welt spielen «Pokémon Go». Jagen die kleinen Monster über Stadt und Land, starren dabei auf ihre Smartphones und vergessen dabei ihr Umfeld. Immer wieder führen diese Unachtsamkeiten zu Autounfällen, Zusammenstössen und gar zu Todesfällen. Das deutsch-schweizerischen Start-up Knip AG schätzt den bisher entstandenen Schaden durch das Handyspiel auf rund 100 Millionen Euro – und bietet deshalb eine «Pokémon-Versicherung» an. «Wir sind die Ersten, die eine Lösung bieten», sagt Unternehmenssprecher Michael Divé gegenüber «Frankfurter Allgemeinen».

35 Euro pro Jahr (umgerechnet 38 Schweizer Franken) kostet die Versicherung, die nach zwölf Monaten automatisch ausläuft. Sie biete rund um die Uhr Versicherungsschutz und sei weltweit gültig, so Divé. «Es ist eine Unfallversicherung light, sehr günstig und deckt körperliche Schäden bis zu 3o'000 Euro (Fr. 32'600.-) ab. Im Falle eines Todes erhalten die Hinterbliebenen 10'000 Euro (knapp 11'000 Schweizer Franken) Entschädigung.»

Keine Notwendigkeit

«Pokémon Go»-Spieler müssen jetzt jedoch keine Angst bekommen und sofort eine Versicherung abschliessen: «Wenn jemand beim Pokémon Go-Spielen stolpert und sich den Fuss bricht, ist dies ein unvorhersehbarer Unfall und in der Schweiz generell nach UVG versichert», so Serkan Isik, Suva-Mediensprecher. Einen Unterschied mache es jedoch, wenn jemand durch fahrlässiges Handeln einen Unfall verursachen würde – zum Beispiel während des Autofahrens noch parallel dem Handy-Game nachgegangen ist. «Dies würde unter Fahrlässigkeit eingestuft werden. In solchen Fällen kann es zu einer Kürzung der Taggelder bis zu 50 Prozent kommen», so Isik. «Spital und Heilungskosten sind jedoch auch in diesem Fall gedeckt.»

Die von der Knip AG angebotene Versicherung ist daher lediglich ein Zusatz, der jedem Pokémon-Jäger freisteht. Und mit Achtsamkeit kann Unfällen zum Glück vorgebeugt werden.

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