Betrugsmasche: Firma zieht KMU mit Erste-Hilfe-Koffer über den Tisch
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BetrugsmascheFirma zieht KMU mit Erste-Hilfe-Koffer über den Tisch

Mit einem dreisten Trick erschleicht sich die Trimedia GmbH von Schweizer KMU Bestellungen. Das Staatssekretariat für Wirtschaft erhielt bereits mehrere Beschwerden von geschädigten KMU.

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rol
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Die Trimedia GmbH versucht laut einem Bericht des SRF-Konsumentenmagazins «Espresso», mit einer Betrugsmasche Bestellungen von Schweizer KMU zu erschleichen.

Die Trimedia GmbH versucht laut einem Bericht des SRF-Konsumentenmagazins «Espresso», mit einer Betrugsmasche Bestellungen von Schweizer KMU zu erschleichen.

tri-media.ch
Die geschädigten KMU lösten mit der E-Mail-Bestätigung an Trimedia überhaupt erst eine Bestellung aus und erhielten dann einen Erste-Hilfe-Koffer - mit einer Rechnung über 350 Franken.

Die geschädigten KMU lösten mit der E-Mail-Bestätigung an Trimedia überhaupt erst eine Bestellung aus und erhielten dann einen Erste-Hilfe-Koffer - mit einer Rechnung über 350 Franken.

Symbolbild/real.de
Mit einem ähnlichen Trick versucht Trimedia offenbar seit längerem, kleineren Betrieben Toner für den Drucker unterzujubeln.

Mit einem ähnlichen Trick versucht Trimedia offenbar seit längerem, kleineren Betrieben Toner für den Drucker unterzujubeln.

Symbolbild

Die Trimedia GmbH versucht offenbar, Schweizer KMU mit einer Betrugsmasche zu übertölpeln. Das berichtet das SRF-Konsumentenmagazin «Espresso». Demnach ruft Trimedia jeweils Firmen an und behauptet, dass ein Paket nicht zugestellt werden konnte. Um zu garantieren, dass die Zustellung beim nächsten Mal klappe, solle man eine E-Mail bestätigen. Laut «Espresso» zeigte sich, dass man mit der Bestätigung dieser E-Mail überhaupt erst eine Bestellung auslöst.

Den Firmen, welche das E-Mail abschickten, wurde dann ein Erste-Hilfe-Koffer für rund 350 Franken geschickt. Gegenüber «Espresso» sagte ein Zürcher KMU, die Trimedia-Vertreterin habe am Telefon behauptet, ein solcher Koffer müsse laut Gesetz alle zwei Jahre ersetzt werden.

Zahlreiche Reklamationen beim Seco

Bei «Espresso» haben sich offenbar mehrere KMU gemeldet, bei denen die Trimedia versucht hat, so eine Bestellung zu erschleichen. In diversen Internetforen wird diese Masche der Trimedia angeprangert, auch der «Beobachter» hat vor wenigen Monaten darüber bereits berichtet. Offenbar praktiziert die Firma seit längerem einen ähnlichen Trick, um kleineren Betrieben Toner für Drucker unterzujubeln.

Gemäss dem Bericht gingen beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) bereits mehrere Reklamationen ein: «Wir haben zahlreiche Beschwerden gegen die Trimedia GmbH im Zusammenhang mit den Tonern und dem Erste-Hilfe-Koffer erhalten. Deshalb haben wir die Trimedia angeschrieben und aufgefordert, die in Frage stehenden Geschäftspraktiken zu unterlassen», schrieb das Seco dem Konsumentenmagazin «Espresso».

Trimedia rechtfertigt die Praxis

Die Trimedia GmbH zeigt sich davon offenbar unbeeindruckt. In einer Stellungnahme an «Espresso» schreibt sie, man mache die Kunden darauf aufmerksam, dass es um einen Verkauf gehe und sie eine Rechnung erhalten würden. Zudem hätten die Kunden die Möglichkeit, Kauf und Lieferung zu stornieren.

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