«Dicker Hintern»: First Lady der USA aufs Übelste beleidigt
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«Dicker Hintern»First Lady der USA aufs Übelste beleidigt

Eine unflätige Bemerkung über Michelle Obamas Allerwertesten bringt einen US-Abgeordneten in Erklärungsnot. Dabei störte er sich nur an ihren Ratschlägen für gesunde Ernährung.

von
kri
Selbst kein Leichtgewicht: Der republikanische Abgeordnete aus Wisonson, Jim Sensenbrenner, der über Frau Obamas Figur lästerte.

Selbst kein Leichtgewicht: Der republikanische Abgeordnete aus Wisonson, Jim Sensenbrenner, der über Frau Obamas Figur lästerte.

Den Straftatsbestand der Mäjestätsbeleidigung gibt es in den USA aus offensichtlichen Gründen nicht. Dennoch ist es nicht ratsam, sich in der Öffentlichkeit abfällig über den Präsidenten oder seine Angehörigen zu äussern. Doch genau dies hat ein republikanischer Kongressabgeordneter aus dem Bundesstaat Wisconsin getan. Seine unflätige Bemerkung über den Allerwertesten der First Lady ist durch Zufall an die Öffentlichkeit gelangt und hat den 68-Jährigen in die vorweihnachtlichen Schlagzeilen katapultiert.

An einem Weihnachtsbasar in Hartford, Wisconsin auf Michelle Obama angesprochen, beklagte sich Jim Sensenbrenner Anfang Dezember über deren Initiativen für gesunde Ernährung und gegen Fettleibigkeit. «Dabei hat sie selber einen dicken Hintern», empörte er sich. Als er die Episode Anfang Woche in einer Flughafen-Lounge in Washington lautstark am Telefon wiederholte, bekam das ein Funktionär der demokratischen Partei mit und informierte umgehend die Medien. Eine Reporterin des Politmagazins «Fishbowl DC» kontaktierte die Pressestelle des Abgeordneten. Es kam zu einem kurzen aber amüsanten E-Mail-Austausch

Reporterin Betsy: «Hallo. Ich schreibe für FishbowlDC. Ihr Chef telefonierte heute am Reagan National Airport und sagte, eine Frau habe ihn vor drei Wochen an einem Weihnachtsbasar auf Michelle Obama angesprochen. Er sagte ihr: «Sie belehrt uns über richtige Ernährung, dabei hat sie selbst einen dicken Hintern.» Ihr Chef sagte also, dass die First Lady einen dicken Hintern hat. Meine Fragen: 1. Ist dem Abgeordneten bewusst, dass er selbst auch einen dicken Hintern hat? 2. Spricht er immer so laut am Telefon?»

Pressesprecherin Amanda: «Hallo Betsy. Ich äussere mich nicht über den Hintern meines Chefs. Herr Sensenbrenner sprach über die Initiativen der First Lady für gesunde Ernährung. Er findet, die Regierung sollte den Amerikanern nicht vorschreiben, was sie essen sollen. Obwohl er nicht alle ihre Initiativen gut findet, wird er sich mit ihr in Verbindnung setzen und sich für seine Aussagen entschuldigen.»

Michelles «fabelhaftes Aussehen»

Laut dem «Milwaukee Journal Sentinel» ist das Enschuldigungsschreiben inzwischen übermittelt worden. Derweil schlachtet die amerikanische Presse die Episode genüsslich aus. Die «Huffington Post» etwa schreibt: «Sensenbrenner hat mit seinen Aussagen nicht nur die First Lady aufs Übelste beleidigt. Er setzt auch dünn mit gesund gleich und behauptet letztlich, dass sich Frauen mit einer kurvenreicher Figur offensichtlich nicht gesund ernähren.» Tatsächlich sei Michelle Obama mit ihrem fabelhaftem Aussehen ein perfektes Vorbild für Frauen – und Männer – wie ein aktiver, ausgewogener, gesunder Lifestyle aussieht.

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