Wegen Omikron – Fis-Direktor schlägt Alarm – «Der Skiweltcup hängt am seidenen Faden»
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Wegen OmikronFis-Direktor schlägt Alarm – «Der Skiweltcup hängt am seidenen Faden»

FIS-Renndirektor Markus Waldner sieht nicht optimistisch in die Zukunft. Für ihn ist klar: Auch bei den Männern werden wegen Omikron mehrere Athleten ausfallen.

von
Sven Forster
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FIS-Renndirektor Markus Waldner tätigt düstere Zukunftsaussichten. 

FIS-Renndirektor Markus Waldner tätigt düstere Zukunftsaussichten.

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Für den Südtiroler ist klar, dass auch bei den Männern Athleten wegen Corona ausfallen werden. 

Für den Südtiroler ist klar, dass auch bei den Männern Athleten wegen Corona ausfallen werden.

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Bei den Frauen hat es bereits Topstars wie Lara Gut-Behrami und …

Bei den Frauen hat es bereits Topstars wie Lara Gut-Behrami und …

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Darum gehts

  • Der FIS-Renndirektor Markus Waldner schlägt Alarm.

  • Grund ist die Corona-Variante Omikron.

  • Bei den Frauen sind schon viele Stars ausgefallen.

Mit Lara Gut-Behrami, Mikaela Shiffrin und Katharina Liensberger sind zuletzt drei Athletinnen aufgrund des Coronavirus ausgefallen. Die Männer sind bislang von grösseren Ausbrüchen verschont geblieben, doch FIS-Renndirektor Markus Waldner sagt in einem Interview mit «Sportnews»: «Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Infektionen auch bei den Herren in die Höhe schnellen.»

Für den Südtiroler ist klar: «Der Skiweltcup hängt am seidenen Faden.» Auch die sportlichen Wettkämpfe bei den Olympischen Spielen in Peking sieht er gefährdet. Im Gespräch meint er: «Beim Damen-Riesenslalom in Lienz haben mit Shiffrin, Gut-Behrami und Gasienica-Daniel drei absolute Top-Läuferinnen gefehlt. Stellen Sie sich vor, bei der olympischen Herren-Abfahrt fehlen Paris, Feuz und Kriechmayr, weil sie wegen Corona zu Hause bleiben müssen. Das wäre aus sportlicher Sicht der absolute Super-Gau.»

Waldner glaubt nicht an Wengen-Absage

Noch vor den Spielen im Februar stehen für die Männer zwei Rennwochenenden in Adelboden und Wengen auf dem Programm. Die Rennen im Berner Oberland sorgen für schlaflose Nächte beim FIS-Mann. Mit den aktuellen Massnahmen dürften zahlreiche Besucher am Chuenisbergli und Lauberhorn verweilen. «Ich zähle auf die Eigenverantwortung aller Athleten, Trainer und Serviceleute», so Waldner.

An eine Absage der Rennen glaubt er nicht. Er sagt aber auch: «Sollten wir bis Olympia im Februar heil durchkommen und dort wirklich alle weltbesten Athleten am Start haben, dann grenzt das an ein Wunder.»

Ein Super-G in Wengen?

Der Super-G in Bormio vom Donnerstag musste aufgrund des Wetters abgesagt werden. Viele Termine bleiben nicht mehr, um das Rennen nachzuholen. Dies, obwohl es für die Fahrer besonders im Hinblick auf die Olympiaquali ein wichtiger Aspekt wäre. FIS-Renndirektor Markus Waldner schliesst nun einen Super-G in Wengen nicht aus. «Hoffentlich finden wir eine Lösung mit dem Veranstalter in Wengen und Swiss Ski», so Waldner. Normalerweise findet in Wengen kein Super-G statt. Es wäre allerdings auch keine Neuheit. Vor gut 26 Jahren wurde bereits einmal beim Lauberhorn-Weekend ein Super-G ausgetragen.

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