Fische und Pilze immer noch von Tschernobyl verseucht
Aktualisiert

Fische und Pilze immer noch von Tschernobyl verseucht

Auch 20 Jahre nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl in der Ukraine sind in Teilen Finnlands Fische und Pilze noch radioaktiv verseucht.

Dies ergab ein Bericht, den die finnische Behörde für Lebensmittelsicherheit Evira am Montag in Helsinki veröffentlichte. Dafür hatte sie mit der Behörde für Atomsicherheit im Jahr 2005 Fische und Pilze der Region von Vammala im Südwesten des Landes untersucht, die durch die Reaktorexplosion 1986 besonders stark verseucht wurde.

Der europäische Grenzwert für die radioaktive Belastung mit Caesium 137 in Höhe von sechs Becquerel pro Kilogramm wurde demnach bei einem Fünftel der untersuchten Fische erreicht oder überschritten. Bei den untersuchten essbaren Pilzen traf dies sogar bei mehr als der Hälfte zu.

Bei den Pilzen wurden laut Evira-Studie Werte bis zu 5400 Becquerel pro Kilogramm gemessen, bei den Fischproben immerhin bis zu 2000 Becquerel pro Kilogramm. Ausserdem hätten 17 Prozent der untersuchten Fische eine anormale Quecksilberbelastung aufgewiesen.

Die Behörden empfehlen, im Monat nur ein bis zwei Seefische der Region zu essen und Pilze vor dem Verzehr gut zu reinigen. Schwangere sollten zudem keine Hechte essen. (sda)

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