Fischer bei Calmy-Rey
Aktualisiert

Fischer bei Calmy-Rey

Die Beziehungen zwischen Deutschland und der Schweiz sind nach Ansicht ihrer Aussenminister weiterhin gut.

Joschka Fischer und Micheline Calmy-Rey räumten aber bei einem Treffen in Bern ein, dass es in letzter Zeit Empfindlichkeiten gegeben habe.

Diese seien eine Folge der technischen Probleme, die sich im Verhältnis zwischen der Schweiz und der Europäischen Union (EU) ergäben, sagten Fischer und Calmy-Rey am Mittwoch vor der Presse in Bern.

Die beiden Aussenminister vereinbarten Folgekonferenzen auf Ministerebene in regelmässigen Abständen. Deutschland und die Schweiz wollen sich zudem darum bemühen, für technische Probleme «konstruktive Lösungsansätze» zu suchen, bevor die Schwierigkeiten politisiert würden.

Verschiedene Unstimmigkeiten haben in den letzten Wochen die Beziehungen zwischen der Schweiz und Deutschland belastet. So hatte Deutschland ohne Vorwarnung die Grenzkontrollen verschärft und damit lange Staus am Zoll verursacht.

Ein langjähriger Zankapfel sind zudem die Landeanflüge auf den Flughafen Kloten, gegen die sich süddeutsche gemeinden zur Wehr setzen. Bei den bilateralen Verhandlungen Schweiz-EU kommt zudem viel Druck vom deutschen Nachbarland.

Zwei weitere Spitzentreffen sind bereits in den nächsten Wochen geplant. Anfang April wollen sich Finanzminister Hans-Rudolf Merz und sein Amtskollege Hans Eichel treffen. Zudem reist Bundespräsident Jospeh Deiss am 23. April nach Berlin zu Bundeskanzler Gerhard Schröder.

(sda)

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