Australien: Fischer entdeckt ein Meeresungeheuer
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AustralienFischer entdeckt ein Meeresungeheuer

Ist es ein Krokodil? Ist es ein Aal? Australier rätseln über das Monster von New South Wales.

von
sut

Das Meer, Urgrund alles Lebendigen, ist immer wieder für Überraschungen gut. In Australien verblüffte es den Fischer Robert Tyndall: Auf einer Bootsrampe in Swansea 80 Kilometer nördlich von Sydney erblickte er am Morgen ein 1,4 Meter langes Tier mit Flossen und langen, spitzen Zähnen. Obwohl es tot war, jagte es Tyndall einigen Schrecken ein.

Die Angst vervielfachte sich, als Ethan Tippa ein Foto des Meeresungeheuers auf seiner Facebook-Seite postete. Tausende Australier rätselten darüber, worum es sich bei dem furchterregenden Tier handeln könnte. Bekannte, sagt Tyndall zur «International Business Times» (IBT) hätten sich «verwirrt und ein bisschen beunruhigt» gezeigt.

Gebiss eines Krokodils?

Der Leib gemahnt an einen massiven Aal. Der Kopf mit seinen merkwürdigen zwei Farbzonen sieht indes für viele so aus, als habe jemand darauf mit Photoshop das Gebiss eines Krokodils montiert.

Tyndall selbst hegte keine Zweifel. «Ich wusste, dass es ein Aal war, ein grosser Aal. Und er sieht definitiv grösser aus.» Die Dimension des Tieres täuscht, weil das Foto geschickt aus seiner Position nahe am Boden geschossen wurde.

Aggressiv gegen Menschen

Meeresbiologen haben inzwischen bestätigt, dass es sich bei dem Monster um einen Pike Eel (Hechtconger-Aal) handelt. Die in der Nacht auf dem Meeresgrund jagenden Fische hätten «unglaublich starke Muskeln», sagte der Meeresbiologe Julian Pepperell der IBT. «Ihre Zähne sind so gestaltet, dass sie Stichwunden verursachen», und zuweilen seien die Raubfische sehr aggressiv gegen Menschen.

In Südostasien werden Pike Eels als Delikatesse geschätzt. Die meisten Fischer haben aber wenig für die gefährlichen Tiere übrig, wenn sie in ihre Netze geraten. Von der «Daily Mail Australia» zu dem Foto befragt, sagte der Museumskonservator Mark McGrouther laut «Daily Telegraph», er habe in Wirklichkeit noch nie einen Hechtconger gesehen. «Ich vermute, er wurde gefangen und von einem Fischer weggeworfen, der damit nichts anfangen konnte.»

Der Biologe Pepperell hingegen geht davon aus, dass der Fisch «relativ alt» war. «Vielleicht starb er eines natürlichen Todes.»

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