Gordon Bennett Race: Fischer hatten tote Ballonfahrer im Netz
Aktualisiert

Gordon Bennett RaceFischer hatten tote Ballonfahrer im Netz

Seit Ende September wurden zwei amerikanische Ballonfahrer über der Adria vermisst. Jetzt haben Fischer ihre Leichen aus dem Meer gezogen.

von
pbl
Der geborgene Korb, in dem sich die Leichen der beiden Ballonfahrer befanden.

Der geborgene Korb, in dem sich die Leichen der beiden Ballonfahrer befanden.

Wie die italienischen Behörden mitteilten, fanden die Fischer die Überreste der Amerikaner 17 Kilometer vor der Küste in ihren Schleppnetzen. Die toten Körper von Richard Abruzzo und Carol Rymer-Davis lagen demnach noch in dem Korb des über dem Meer abgestürzten Heissluftballons. Bei ihnen gefundene Dokumente hätten die Identitäten bestätigt.

Die beiden Amerikaner waren bei schlechten Wetterbedingungen am 29. September vor der süditalienischen Küste verschwunden. Die Unglücksursache konnte bisher nicht geklärt werden. Radaraufzeichnungen hatten aber belegt, dass sie mit hoher Geschwindigkeit an Höhe verloren. An der Suche nach den beiden erfahrenen Ballonfahrern beteiligten sich Einsatzkräfte aus Italien, den USA und Kroatien.

Sohn einer Legende

Abruzzo war der Sohn einer Ballonfahrerlegende: Sein Vater Ben überquerte 1978 mit zwei Begleitern erstmals mit einem heliumgefüllten Ballon erfolgreich den Atlantik. 1981 gehörte Ben Abruzzo zum ersten Team, dem eine Pazifiküberquerung im Ballon gelang.

Die beiden US-Bürger hatten am Gordon Bennett Race teilgenommen, bei dem es darum ging, von der englischen Stadt Bristol aus mit maximal 1000 Kubikmetern Gas eine möglichst weite Strecke zurückzulegen. Gewonnen wurde der Wettkampf von den beiden Schweizern Kurt Frieden und Pascal Witprächtiger. (pbl/sda)

Deine Meinung