Fischer mit Initiative für frische Fische
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Fischer mit Initiative für frische Fische

Fischerei- und Umweltverbände haben ihre Volksinitiative «Lebendiges Wasser» am Montag mit über 160.000 Unterschriften bei der Bundeskanzlei in Bern eingereicht. Das Begehren fordert die Sanierung und Renaturierung verbauter Flüsse und Bäche in der Schweiz sowie ausreichende Restwassermengen.

Der Schweizerischer Fischereiverband (SFV) reichte sein Begehren mit 162.511 Unterschriften am Montag bei der Bundeskanzlei ein. Bei der Unterschriftensammlung unterstützen ihn die kantonalen Fischereiverbände, die Sportfischerorganisation sowie die Umweltschutzverbände Pro Natura, WWF Schweiz, die Greina-Stiftung und die Gewässerschutz-Dachorganisation Aqua Viva.

Die Verbände wollen mit dem Volksbegehren auf die Sanierung und die Renaturierung der Schweizer Fliessgewässer sowie deren Uferbereiche pochen. Dazu sollen kantonale Renaturierungsfonds geschaffen werden. Gesamtschweizerische Organisationen sollen ein Antrags- und Beschwerderecht in Bezug auf Vorschriften im Gewässerschutz erhalten. Weiter forderten die Verbände Behörden und Kraftwerksbetreiber auf, die seit 30 Jahren gültigen Restwasservorschriften endlich einzuhalten.

Unter dem Motto «Alarmstufe rot» lancierte der Schweizerische Fischerei-Verband im Januar 2005 die Volksinitiative «Lebendiges Wasser». 90 Prozent der Schweizer Flüsse und Bäche sind gemäss SFV und Umweltverbänden verbaut. Von den 57 einheimischen Fischarten seien acht ausgestorben. Weitere 37 Arten seinen gefährdet oder vom Aussterben bedroht, mahnten die Initianten. (dapd)

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