Aktualisiert 08.09.2009 12:28

Badoer-ErsatzFisichella bis Ende Saison bei Ferrari

Der Formel-1-Fahrer Giancarlo Fisichella wechselt ab sofort zu Ferrari. Der bisher bei Force India unter Vertrag gestandene Italiener übernimmt das Cockpit seines erfolglosen Landsmanns Luca Badoer.

Fisichella hatte am vergangenen Sonntag im Grossen Preis von Belgien zur Überraschung aller hinter seinem neuen Teamkollegen Kimi Räikkönen Platz 2 belegt - und damit seine nach wie vor vorhandene Klasse unter Beweis gestellt. Der Römer, in der Saison 2004 in Diensten des Sauber-Teams, wird am übernächsten Wochenende im Heimrennen in Monza im Ferrari-Auto seinen Einstand geben. Badoer hingegen war in den letzten beiden Grand Prix als Ersatz für den verletzten Felipe Massa nicht über die Rolle des (enttäuschenden) Statisten hinaus gekommen.

«Wir haben uns für Fisichella entschieden, weil wir von ihm einen wertvollen Beitrag für den Rest der Saison erwarten», sagte Stefano Domenicali, der Teamchef von Ferrari. Vijay Mallya, der (steinreiche) Besitzer des Teams Force India, wollte Fisichella keine Steine in den Weg legen. «Giancarlo und sein Management sind am Mittwoch mit dem Angebot von Ferrari an mich herangetreten. Für einen italienischen Fahrer ist ein Platz bei Ferrari ein Traum. Dem sollte sich niemand in den Weg stellen.» Bei Force India wird Fisichella aller Voraussicht nach durch den bisherigen Ersatzfahrer Vitantonio Liuzzi (28) ersetzt. Liuzzi, auch er Italiener, bestritt von 2005 bis 2007 für Red Bull und Toro Rosso insgesamt 39 Grand Prix.

In seiner seit 1996 währenden Karriere als Formel-1-Fahrer wurde Fisichella bisher dreimal als Sieger abgewinkt, nämlich 2003 in Brasilien in einem Jordan sowie 2005 in Australien und 2006 in Malaysia in einem Renault.

Badoer (38), bei Ferrari seit mehr als zehn Jahren Test- und Ersatzfahrer, vermochte nach seinem temporären Aufstieg zum Stammpiloten nicht einmal minimale Erwartungen zu erfüllen. Im Grand Prix von Europa in Valencia war er über den 17. Rang nicht hinausgekommen, eine Woche später in Francorchamps hatte er den 14. und letzten Platz belegt. (si)

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