Zürcher Fitness-Start-up expandiert nach Berlin und Dubai

Aktualisiert

Lucky PunchFitnessboxen boomt – Zürcher Start-up expandiert nach Berlin und Dubai

Fitness, Boxen und Community – das bietet das Zürcher Start-up Lucky Punch. Nun will es auch im Ausland durchstarten. Um die Expansion zu finanzieren, läuft ein Crowdfunding.

von
Marcel Urech

Darum gehts

  • Das Start-up Lucky Punch startete 2019 in einem Keller an der Langstrasse.

  • Nach einem schwierigen Corona-Jahr folgte der Umzug in die Europaallee.

  • Nun will das Jungunternehmen sein Fitnesstraining auch in Berlin und Dubai anbieten.

Gruppen-Fitness als Lifestyle und ein Workout mit Musik in spezieller Atmosphäre: Boutique-Fitness liegt im Trend. Auch in der Schweiz setzen immer mehr Anbieter auf dieses Konzept. Einer davon ist Lucky Punch: Das Start-up bietet in Zürich Fitnessboxen als Gruppenerlebnis an, obendrauf gibts exklusive Member-Events.

Lucky Punch sei 2019 in einem Keller an der Langstrasse gestartet, nun habe man über 20 Mitarbeitende, sagt Mitgründer Chris Velkovski. Das Start-up wolle die Menschen für das einzigartige Trainingsgefühl beim Boxen begeistern. Eine Session kostet 38 Franken, in einem der diversen Abo-Modelle sind es rund 25 Franken.

1 / 7
Lucky Punch
Lucky Punch
Lucky Punch

Jetzt plant das Jungunternehmen eine Expansion nach Berlin und Dubai im Franchising-Modell. Aktuell läuft ein Crowdfunding in Kooperation mit der Start-up-Organisation Swisspreneur. In der ersten Runde sammelte Lucky Punch 500’000 Franken, in der zweiten Runde visiert das Start-up zwei Millionen Franken an. Investiert haben unter anderem der Vegi-König Rolf Hiltl und Alan Frei, der Mitgründer vom Erotik-Shop Amorana.

In Dubai und Berlin seien zum Start zwei Pop-ups für drei bis fünf Monate geplant, sagt Velkovski. So habe Lucky Punch Zeit, um vor Ort neue Locations zu finden. Das Konzept skaliere gut: Neue Standorte müsse man zwar wohl umbauen, doch damit habe man seit 2019 bereits viel Erfahrung gesammelt.

Wie treibst du am liebsten Sport?

Bereits jetzt organisiere Lucky Punch einmal pro Monat eine Party in Dubai, um die Marke bekannt zu machen. Auch in Berlin gebe es schon Veranstaltungen für die Community. Lucky Punch arbeite an den beiden Standorten mit Headcoaches zusammen, um die Menschen für das Angebot zu begeistern. 

Umzug in die Europaallee

Wegen Corona fand das Fitnessboxen letztes Jahr unter freiem Himmel statt. Diese Zeit sei hart gewesen, sagt Velkovski. Das Start-up musste kreativ werden und setzte für die Training-Sessions statt auf Lautsprecher auf Kopfhörer. Das sei bei der Kundschaft so gut angekommen, dass man das Konzept beibehalten habe.

Im August zog Lucky Punch in die Europaallee, wo jeden Monat 4000 bis 5000 Members trainieren. Diesen geht es laut Velkovski um mehr als bloss Fitness: Wichtig sind auch die Musik, die Club-Atmosphäre und das Community-Gefühl. Die Kundschaft wolle in eine andere Welt abtauchen und den Alltag vergessen.

Die Trainings-Sessions an der Europaallee seien zu rund 90 Prozent voll, sagt Velkovski. Auch das sei ein Grund für die Expansionspläne. Eine Option für die Zukunft sei auch ein Pop-up in Kopenhagen, wo es viele sportaffine Expats gebe.

SBB als Partner

Der Vermieter der Räumlichkeit ist die SBB. Der Vertrag erlaube es, pro Jahr sechs bis acht Community-Events zu organisieren, sagt Velkovski. Die Miete koste einiges, doch eine zentrale Lage wie die Europaallee habe ihren Preis. Lucky Punch mache jeden Monat einen Umsatz im niedrigen sechsstelligen Bereich.

Fitnesscenter denken um

«Auch die Fitnesscenterketten haben den Boutique-Fitness-Trend erkannt, sie kaufen nun die kleinen, spezialisierten Anbieter auf», sagt Velkovski. Ein solcher Exit könnte auch für Lucky Punch eine Option sein. «Aktuell fokussieren wir aber darauf, möglichst viele Menschen für unser Training zu begeistern.»

Für die Zukunft überlege man sich, smarte Sensoren in die Boxhandschuhe einzusetzen, um das Training weiter zu verbessern. Die ETH sei ein möglicher Partner dafür, doch konkret sei das noch nicht. Vorerst liege der Fokus auf dem Aufbau der Community und der Bekanntmachung der Marke, sagt Velkovski. 

Keine News mehr verpassen

Mit dem täglichen Update bleibst du über deine Lieblingsthemen informiert und verpasst keine News über das aktuelle Weltgeschehen mehr.
Erhalte das Wichtigste kurz und knapp täglich direkt in dein Postfach.

Deine Meinung

39 Kommentare