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Flab-Geschoss traf SAC-Hütte– und blieb auf Matratzen liegen

Voll daneben: Ein Fliegerabwehr-Geschoss der Schweizer Armee hat die Lauteraarhütte des SAC getroffen.

Entdeckt wurde das Geschoss letzte Woche von Bergsteigern, die in der Hütte beim Grimselpass Halt machten. Das Flab-Geschoss durchschlug das Dach, zersplitterte eine Holzwand und blieb im Matratzenlager der SAC-Hütte liegen.

Zur Zeit des Einschlags waren keine Personen in der Hütte, weil diese in den Wintermonaten nicht gewartet wird. «Unvorstellbar, was passiert wäre, wenn Gäste drin gewesen wären», sagte Hüttenwartin Magdalena Ernst zu «Schweiz aktuell».

Die Lauteraarhütte liegt mitten in einem offiziellen Schiesssektor der Armee. Jeweils im Winter wird dort vom Stützpunkt der Flugabwehrtruppen in Gluringen/Rekingen aus scharf geschossen. Die Schiesszeiten sind den Berggängern laut VBS bekannt.

Schon viermal wurde die Lauteraarhütte in den letzten Jahren von verirrten Geschossen der Armee getroffen. Solche Vorfälle seien «zwar bedauerlich, können aber passieren», sagte Armeesprecher Felix Endrich. Der Schweizer Alpen-Club (SAC) hat jedoch allmählich die Nase voll: «Das ist äusserst ärgerlich für uns», hiess es.

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