David Beckham: Flankengott, Stilikone und Spiceboy

Aktualisiert

David BeckhamFlankengott, Stilikone und Spiceboy

Nach dieser Saison beendet David Beckham seine erfolgreiche Karriere. In seiner Aktivzeit war «Becks» weit mehr als nur Fussballer.

von
Herbie Egli

Als David Beckham Ende Januar als neuer Spieler von Paris St-Germain vorgestellt wurde, erschien die Weltpresse. Bei seiner Rücktrittsbekanntgabe am Donnerstag war kein Medienvertreter anwesend. Beckham liess sein Karriereende durch einen Sprecher verkünden. Die Meldung, dass nach dieser Saison kein «Becks» mehr auf dem Fussballplatz stehen wird, verbreitete sich in der Weltpresse wie ein Lauffeuer.

Nach über 20 Jahren Profifussball ist also Schluss. Beckham steht in Zukunft zwar nicht mehr auf dem Platz, er revolutionierte den Fussball in den letzten zwei Jahrzehnten jedoch. Nicht unbedingt das Spiel mit dem Ball, aber das Drumherum. Der heute 38-Jährige sagte einst, er sei Fussballer und kein Showman. Diese Aussage stimmt nur bedingt.

Tattoos, Werbeverträge und Spiceboy

Je länger die Karriere von Beckham dauerte, umso mehr Farbe bekam sein durchtrainierter Körper. Der gebürtige Londoner liess sich ein Tattoo nach dem anderen stechen. Um die 20 sollen es zur Zeit sein. «Becks» wechselte auch oft seine Frisuren. Unzählige Coiffeure auf der Welt mussten dann Privatpersonen solche Haarschnitte verpassen. Der Glamourboy warb mit seinem Sixpack auch als Unterhosen-Model und zierte sogar ein Cover einer Frauenzeitschrift. Er war im Juli 2012 das erste männliche Model auf der Titelseite der «Elle».

1999 segelte der begnadete Fussballer in den Hafen der Ehe. Er heiratete aber nicht irgendein Mädchen von nebenan, sondern Victoria Adams. Sie war «Posh Spice» von der Girlgroup «Spice Girls». Die beiden verkauften die Fotorechte ihrer Hochzeit für 1,5 Millionen Dollar und Beckham bekam den Namen Spiceboy. Mittlerweile sind David und Victoria Eltern von drei Söhnen und einer Tochter.

Der Flanken- und Freistossgott

Beckham war ein begnadeter Fussballer. Seine Spezialitäten waren Freistösse und Flanken. Er gab dem Ball unglaublich viel Effet und zirkelte diesen jeweils millimetergenau auf die Köpfe seiner Mitspieler oder ins gegnerische Tor. Im CL-Final 1999 war es genau jener Beckham, der in der Nachspielzeit zwei Vorlagen zu den beiden Toren gab, die Bayern München das Genick brachen.

Manchester United war die erfolgreichste Station von Beckham. Mit 17 Jahren gab er sein Debüt in der Premier League. Neben dem Champions-League-Triumph feierte er mit den Red Devils sechs Meisterschaften und zwei Cuptitel. 2003 zog es ihn zu Real Madrid. Trotz einer pompösen Vorstellung gewann Beckham nur einmal den Meistertitel in Spanien. Sein fünfjähriger Abstecher zu den Los Angeles Galaxy trug ihm zwei Meisterschaften ein.

Zu seinem Karriereschluss durfte «Becks» mit Paris Saint-Germain nochmals den Pokal in die Luft stemmen. «Ich bin dankbar, dass PSG mir die Chance gegeben hat. Aber nun fühle ich, dass die Zeit gekommen ist, meine Karriere zu beenden», sagte Beckham. Als Stilikone und Spiceboy bleibt er uns wohl noch länger erhalten.

Impressionen aus Beckhams Aktivzeit als Fussballer:

Beckhams schönste Freistoss-Tore. (Video: YouTube)

Beckham kassiert an der WM 1998 gegen Argentinien die rote Karte. (Video: YouTube)

Beckhams Penalty an der EM 2004 gegen Portugal: (Video: YouTube)

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