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Fledermäuse töten elf Brasilianer

Elf Menschen sind im Norden Brasiliens nach dem Biss von Vampir-Fledermäusen an Tollwut gestorben.

Allein in den vergangenen fünf Tagen seien in der Stadt Augusto Correa im Bundesstaat Pará vier Todesopfer gezählt worden.

Dies berichteten Medien am Mittwoch (Ortszeit) unter Berufung auf die Behörden. Das vorerst letzte Opfer sei ein elfjähriges Mädchen gewesen, hiess es. In den vergangenen Monaten hätten in Augusto Correa und Umgebung mehr als 700 Menschen aufgrund von Fledermausbissen behandelt werden müssen.

Die Seuchenbekämpfungsbehörde von Pará startete in den vergangenen Tagen eine Impfaktion in der betroffenen Region. Wenn die Fledermäuse angreifen, gibt es vor allem auch Todesfälle unter Rindern und Haustieren. Die etwa daumengrossen Tiere beissen normalerweise nur grosse Vögel und schlafende Rinder.

Sie gelten dem Menschen gegenüber als nicht aggressiv und eher scheu. Für die überraschenden Angriffe auf Menschen werden Veränderungen der Umwelt wie etwa Waldrodungen verantwortlich gemacht, die das Zugverhalten der Tiere verändert haben sollen. Menschen werden meistens im Schlaf gebissen.

(sda)

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