20.11.2020 12:33

Vermisster Stefan T. in BerlinPolizei findet Blut und Knochensäge in Keller von mutmasslichem Kannibalen

Stefan T. galt seit dem 5. September als vermisst. Nun gibt es gemäss den Berliner Ermittlern Hinweise auf Kannibalismus. Ein Mann wurde verhaftet. Bei ihm zuhause wurde Blut, eine Knochensäge sowie verdächtige Chemikalien gefunden.

von
Konstantin Furrer
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Stefan T. wurde von einem WG-Mitbewohner als vermisst gemeldet.

Stefan T. wurde von einem WG-Mitbewohner als vermisst gemeldet.

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Es wurde ein Knochen gefunden, der Stefan T.  zugeordnet werden konnte.

Es wurde ein Knochen gefunden, der Stefan T. zugeordnet werden konnte.

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Der 44-jähriger Deutsche soll Opfer eines Kan­ni­ba­len geworden sein.

Der 44-jähriger Deutsche soll Opfer eines Kan­ni­ba­len geworden sein.

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Darum gehts

  • Die Berliner Staatsanwaltschaft geht im Fall des vermissten Stefan T. neuen Hinweisen nach.

  • Der Mann könnte Opfer eines Kan­ni­ba­len geworden sein.

  • Ein Mann befindet sich in Untersuchungshaft.

  • Beim mutmasslichen Täter zuhause wurden mehrere verdächtige Gegenstände sichergestellt.

Ein seit September in Berlin vermisster Mann könnte zum Opfer eines Kan­ni­ba­len geworden sein, wie «Bild» und die «Berliner Zeitung» berichten. Die Berliner Staatsanwaltschaft geht entsprechenden Hinweisen nach. Vergangene Woche wurden in einem Waldstück in Berlin-Pankow Knochenteile gefunden. Es handelt sich dabei um die Überreste von Stefan T. – einem seit dem 5. September vermissten 44-jährigen Deutschen.

In diesem Zusammenhang wurde Stefan R. verhaftet. Ein Richter erliess einen Haftbefehl wegen Sexualmordes aus niedrigen Beweggründen gegen den 41-jährigen Deutschen. Er befindet sich in Untersuchungshaft.

Bei einer Hausdurchsuchung stellten Polizisten eine Knochensäge fest und Spürhunde entdeckten bei einer Kühltruhe Blutspuren. Zudem wurden im Keller des mutmasslichen Verdächtigen 25 Kilo des Reinigungsmittels Natriumhydroxid gefunden, einem Ätzmittel, welches zum Auflösen menschlichen Gewebes geeignet ist, wie ein Ermittler gegenüber der «Bild»-Zeitung sagte. Der Verdächtige solle die grosse Menge an Natriumhydroxid in seinem Keller wie folgt begründet haben: «Ich wollte Seife herstellen.»

Der Verdächtige arbeitete nach eigenen Angaben im Internet seit 2015 als Sekundarschullehrer für Mathe und Chemie. Zuvor war er als Redakteur bei einem Buchverlag tätig gewesen.

Gefundener Knochen war komplett fleischlos

Das 44-jährige Opfer war nach Angaben der Polizei als Monteur im Hochleitungsbau tätig. Es hatte seine Wohngemeinschaft in Berlin kurz vor Mitternacht verlassen und blieb zunächst spurlos verschwunden, wie es in einer Mitteilung vom Oktober hiess. Später meldeten seine WG-Mitbewohner ihn als vermisst.

Ein Spaziergänger fand am 8. November in einem Park in der Nähe der Schönerlinder Chaussee in Berlin-Pankow einen Beinknochen. «Aufgrund des gefundenen Knochens, der komplett fleischlos war, und weiterer Indizien vermuten wir stark, dass Stefan T. das Opfer eines Kannibalen wurde», sagt ein Polizeibeamter zu «Bild».

Stefan R. und Stefan T. haben sich gemäss Chatprotokollen auf einer Plattform für Homosexuelle kennen gelernt. Aus den Protokollen geht hervor, dass sie sich zu einem Treffen verabredet hatten. Zudem interessierte sich Stefan R. für Kannibalismus, wie Internetsuchen des 41-Jährigen zeigen. Vor einigen Jahren gab er Antworten auf Frage, ob es möglich sei, dass man sich den Penis abschneiden lassen könne und trotzdem weiterlebe.

Bist du oder jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Fachstelle Frauenberatung

Onlineberatung für Frauen (BIF)

Onlineberatung für Männer

Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Pro Juventute, Tel. 147

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