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Passagiere bachnassFliegende Sauna nach Budapest

Weil die Lüftung vor dem Start nicht lief, kamen die Gäste eines Helvetic-Flugs gehörig ins Schwitzen. Erst kürzlich kam es in einer Maschine der Airline zu einem Druckabfall.

von
Joel Bedetti
Es wurde warm in der Helvetic-Maschine.

Es wurde warm in der Helvetic-Maschine.

Den Swiss-Flug LX2250 von Samstag, 14. Mai 2011 von Zürich nach Budapest, wird Marco Frei* in schlechter Erinnerung behalten. «Als Fluggast darf man erwarten, nicht 40 Minuten lang in einer 40 Grad warmen Kabine warten zu müssen», sagt der Geschäftsmann, der regelmässig zwischen den beiden Städten pendelt, zu 20 Minuten Online.

Frei kam als einer der letzten Passagiere an Bord der Fokker 100 der Helvetic-Airline, die für die Swiss den Flug durchführte. Bald habe er bemerkt, dass die Lüftung nicht angestellt war. An die 40 Grad sei es heiss gewesen. «Jemand sass im Unterhemd da», berichtet Frei. Nach etwa 20 Minuten hätten sich die ersten Passagiere beklagt, so Frei. Das Bordpersonal, das Mineralwasser getrunken habe, sei jedoch nicht sehr hilfsbereit gewesen. «Uns wollten sie kein Mineralwasser geben, weil das gegen das Startprozedere verstossen würde.» Erst 20 Minuten nach dem Start sei die Temperatur wieder einigermassen erträglich gewesen, sagt Frei.

Kein Mineral

Helvetic-Airlines bestätigt, dass es auf besagtem Flug «sehr heiss» geworden sei. «Normalerweise dauert es wenige Minuten, bis die Triebwerke die Klimaanlage betreiben», erklärte Sprecher Tobias Pogorevc. In diesem Falle habe sich der Abflug aber um 17 Minuten verzögert. Pogorevc bestätigt, dass das Kabinenpersonal kein Mineralwasser ausgeschenkt habe:

«Kurz vor dem Start werden aus Sicherheitsgründen keine Getränke mehr abgegeben.»

Schon am Osterwochenende war es auf einem Helvetic-Flug für die Swiss nach Budapest zu einem Zwischenfall gekommen. Ein plötzlicher Druckabfall versetzte Crew und Passagiere in Angst und Schrecken.

Die Maschine musste nach Zürich zurückkehren. Die Swiss lässt gegenüber 20 Minuten Online verlauten, dass man mit der Helvetic Airlines trotzdem zufrieden sei und die Zusammenarbeit weiterführe.

*Name von der Redaktion geändert.

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