Tote Delfine: Flippers Trainer verurteilt Connyland
Aktualisiert

Tote DelfineFlippers Trainer verurteilt Connyland

Der Delfintrainer des legendären TV-Stars Flipper ruft zum Boykott des Connylands auf. Der Thurgauer Freizeitpark behandle seine Tiere wie Wegwerfgüter, so der schwere Vorwurf von Ric O'Barry.

von
rme

Der Amerikaner Ric O'Barry dressierte in den 60er-Jahren die Delfine der Fernseh-Erfolgsserie «Flipper». Später wandelte er sich jedoch zu einem der bekanntesten Gegner der Delfinaufzucht und -haltung. Das Connyland im thurgauischen Lipperswil besuchte O'Barry nach eigenen Angaben ein halbes Dutzend Mal.

Dass nun innert weniger Tage gleich zwei Delfine verstorben sind, überrascht ihn nicht. Das Connyland behandle seine Tiere wie Wegwerfgüter, sagte er der Zeitung «Sonntag». Er sei ohnehin darüber erstaunt, dass Delfinarien in der Schweiz noch immer erlaubt sind. «Ihr Schweizer seid doch sehr gebildet.» Es müsse jedem klar sein, dass Delfine in solchen Einrichtungen gequält würden.

Deshalb ruft Flippers Trainer zum Boykott gegen das Connyland auf. Seine Rechnung: Wenn keine Besucher mehr kommen, gibt es auch bald keine Delfin-Show mehr. Tiere wie Zirkusclowns auftreten zu lassen, sei «not very swiss», so O'Barry.

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