Starkes Wachstum: Flixbus jagt SBB eine Million Passagiere ab
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Starkes WachstumFlixbus jagt SBB eine Million Passagiere ab

Die tiefen Preise, mit denen das deutsche Fernbusunternehmen die Kunden lockt, hat für die Schweizerischen Bundesbahnen messbare Konsequenzen.

von
NXP
Am liebsten fahren die Kunden nach München: Reisende warten auf die Abfahrt eines Flixbusses auf dem Carparkplatz in Zürich. (Archiv)

Am liebsten fahren die Kunden nach München: Reisende warten auf die Abfahrt eines Flixbusses auf dem Carparkplatz in Zürich. (Archiv)

Keystone/Walter Bieri

2016 transportierte der Fernbus-Riese Flixbus über eine Million Passagiere in und aus der Schweiz. Das zeigen neuste Zahlen, welche der Zeitung «Schweiz am Sonntag» vorliegen. Das entspricht jeden Tag über 17 vollbesetzten Flugzeugen des Typs Airbus A319, wie sie etwa Easyjet einsetzt.

Am wichtigsten Schweizer Standort Zürich verzeichnete Flixbus letztes Jahr gemäss der Zeitung eine Passagierzunahme von über 30 Prozent. Seit 2013 gehört die Stadt zum Streckennetz. Die beliebtesten Destinationen ab Zürich waren 2016 München und Mailand. Die bayrische Hauptstadt wird bis 12mal täglich angefahren.

Ein noch stärkeres Wachstum verzeichnete Flixbus in Basel. Am zweitgrösten Halt betrug die Passagierzunahme über 300 Prozent. In Basel ist Flixbus allerdings erst seit Februar 2015 präsent. Auch ab Basel war München die Destination Nummer 1, während auf Platz zwei Freiburg im Breisgau folgte.

Wie die «Schweiz am Sonntag» schreibt, wird der Fernbus damit zur ernsten Konkurrenz der Eisenbahn. SBB-Sprecherin Masha Foursova sagt gegenüber dem Blatt, Fernbusse seien Vorboten neuer Mobilitäts-Angebote, auf welche sich die SBB seit Jahren vorbereite. Wichtig sei, dass alle Anbieter in Zukunft die gleichen Rahmenbedingungen hätten, damit ein echter Wettbewerb spiele. Fernbusse seien insbesondere bei kürzerer Reisedauer eine Konkurrenz.

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