Schweizer Fahrten: Flixbus transportierte 20 Prozent mehr Kunden
Aktualisiert

Schweizer FahrtenFlixbus transportierte 20 Prozent mehr Kunden

Das dürfte die SBB ärgern: 2017 nutzten rund 1,2 Millionen Fahrgäste die grün bemalten Busse für Fahrten ab oder in die Schweiz.

von
sas
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«Ich bin kein Busunternehmer», sagte Flixbus-Chef André Schwämmlein im Interview mit 20 Minuten. Flixbus sei eine Mobilitätsplattform und ein sehr technologieaffines Start-up.

«Ich bin kein Busunternehmer», sagte Flixbus-Chef André Schwämmlein im Interview mit 20 Minuten. Flixbus sei eine Mobilitätsplattform und ein sehr technologieaffines Start-up.

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Die Idee, etwas mit Bussen zu machen, kam Schwämmlein 2008, als in Deutschland die Liberalisierung im Fernbus-Linienverkehr diskutiert wurde. «Ich war damals in der Beratung tätig und sah, dass eine Marktöffnung Chancen bieten würde», sagt der Unternehmer.

Die Idee, etwas mit Bussen zu machen, kam Schwämmlein 2008, als in Deutschland die Liberalisierung im Fernbus-Linienverkehr diskutiert wurde. «Ich war damals in der Beratung tätig und sah, dass eine Marktöffnung Chancen bieten würde», sagt der Unternehmer.

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Flixbus transportierte im Jahr 2015 rund 20 Millionen Gäste. Gewisse Städte werden im 30-Minuten-Intervall angefahren.

Flixbus transportierte im Jahr 2015 rund 20 Millionen Gäste. Gewisse Städte werden im 30-Minuten-Intervall angefahren.

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Fernbusse erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Wie der Anbieter Flixbus am Mittwochmorgen vermeldet, nutzten im Jahr 2017 20 Prozent mehr Fahrgäste den Fernbus, um in die Schweiz zu fahren oder ab der Schweiz zu verreisen.

Wie Flixbus mitteilt, soll 2018 das Streckennetz in der Schweiz und Europa weiter wachsen. Allein im deutschsprachigen Raum kämen rund 140 neue Halte hinzu. Dabei sollen viele bestehende Verbindungen aufgestockt aber auch neue touristische Ziele an das Streckennetz angebunden werden.

Der Fernbus stellt laut einer ebenfalls am Mittwoch veröffentlichten und von Flixbus zitierten Studie des GES-Instituts für viele Leute eine Mobilitätsalternative zum Individualverkehr dar. Knapp 20 Prozent der Fernbusnutzer gaben an, sich wegen seiner Umweltfreundlichkeit für den Fernbus zu entscheiden. Rund zwei Drittel der Befragten entschieden sich sogar trotz Zugang zu einem Auto für eine Reise mit dem Fernbus. Für die Studie wurden über 3500 Personen befragt.

Wie steht Flixbus im Vergleich mit der SBB da?

Bereits im letzten Jahr teilte Flixbus mit, dass der Fernbus im Vergleich zur Bahn, dem Auto und dem Flugzeug eines der umweltfreundlichsten Verkehrsmittel der Schweiz sei, so Sprecher Martin Mangiapia zu 20 Minuten. Dank modernster Flotte und hoher Auslastung sei die Schadstoffbilanz «sehr gut».

Die Studie hatte aber aus Schweizer Sicht einen Haken. Denn für die Schadstoff-Bilanz der Eisenbahn wurden die Zahlen des Fernverkehrs der Deutschen Bahn verwendet. Der Strommix der SBB ist ein anderer als jener der Deutschen Bahn. «Die SBB fährt nicht mit Strom aus klimaschädlichen Kohlekraftwerken, wie das in Deutschland der Fall ist», sagte René Estermann, Geschäftsführer von MyClimate, im letzten Herbst zu 20 Minuten.

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