Aktualisiert 31.10.2011 18:51

Bombastisch und barockFlorence & the Machine

Wer mit dem Debütalbum schon solch einen Hype erfährt und ein derart grosses Interesse weckt wie Florence Welch, der hat es mit dem zweiten Album nicht einfach.

von
Niklaus Riegg
lorence Welch präsentiert ausgetüftelte Song-Arrangements. (Universal)

lorence Welch präsentiert ausgetüftelte Song-Arrangements. (Universal)

Während sie beim Erstling noch frisch von der Leber weg musizieren konnte, steht sie jetzt unter ungeheurem Erwartungsdruck: Schafft es die Indie-Heldin, an die tolle LP «Lungs» anzuknüpfen?

Anstatt einfach noch einmal das Gleiche zu machen, tritt die 25-Jährige die Flucht nach vorne an. Ihr Zweitling «Ceremo­nial» ist bombastisch, barock und episch. Während bei «Lungs» der Vergleich mit Kate Bush noch eher wegen Welchs Stimme gezogen wurde, folgt sie jetzt also auch musikalisch den Spuren der britischen 80er-Jahre-Ikone. Dieser neue Sound steht Florence und ihrer Band ausgezeichnet, den Status der Newcomerin wird ihr nach «Ceremonials» nicht mehr anhaften. Die Londonerin klingt wie ein alter Hase, denn sie ist eine Meisterin im Aufbau von Spannungsbögen und ausgetüftelten Arrangieren ihrer Songs.

Nachdem sie die Indie-Fans bereits erobert hat, wartet auf sie jetzt also ein neues Publikum: Viele, denen die aktuellen Eurotrash-Chart-Songs abgelöscht haben und die vom immer gleichen US-R'n'B gelangweilt sind, könnten in Florence Welch eine neue Musik-Heldin finden.

Florence & the Machine, «Ceremonials», Universal.

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