«The Island – Die Insel»: Flucht aus der teuflischen Klon-Hölle
Aktualisiert

«The Island – Die Insel»Flucht aus der teuflischen Klon-Hölle

Scarlett Johansson und Ewan McGregor im schnittig-spannenden Klontech-Thriller von «Armageddon»-Regisseur Michael Bay.

Wenn der Event-Movie-Schmied Michael Bay knallige Actionszenen und Autoverfolgungsjagden inszenieren darf, dann ist er in seinem Element. Da krachts und donnerts ganz gewaltig.

Fast schon ein notwendiges Übel erscheint dem Sound- und Visual-Spezialisten das Erzählen einer einigermassen intelligenten Story: Mitte des 21. Jahrhunderts wohnt Lincoln Six Echo (Ewan McGregor) in einer utopisch wirkenden Anlage, die streng überwacht wird. Wie alle Bewohner dieser minutiös kontrollierten Einrichtung hofft auch Lincoln, als Auserwählter auf die Insel gehen zu dürfen – anscheinend der letzte unverseuchte Ort auf dieser Welt.

Bald jedoch muss er feststellen, dass seine ganze Existenz auf einer Lüge basiert. Die Bewohner der Anlage sind nämlich allesamt menschliche Klone, deren einzige Aufgabe darin besteht, Ersatzteile für ihr menschliches Original zu liefern. Als ihm klar wird, dass ihm innert Kürze die Erntezeit blüht, wagt er die Flucht mit der Bewohnerin Jordan Two Delta (Scarlett Johansson, «Lost in Translation»).

«The Island» ist ein spannender Science-Fiction-Kracher, der thematisch an diverse Genre-Klassiker (wie etwa «Coma») aus den Siebziger-jahren erinnert, dank Michael Bays knalliger Regie jedoch weit bodenständiger daherkommt als andere Sci-Fi-Produktionen (wie etwa Steven Spielbergs «Minority Report»).

Abgesehen von wenigen Story-Längen ist «The Island» ein gekonnter Actionthriller, der von der Top-Besetzung getragen wird. Schön auch, dass der Fortissimo-Filmer Michael Bay zwischendurch auch mal leisere Töne anschlägt.

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