50'000 Besucher: Flüchtiger an Konzert dank Gesichts-Scan gefasst

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50'000 BesucherFlüchtiger an Konzert dank Gesichts-Scan gefasst

Ein gesuchter 31-jähriger Mann wollte in China ein Popkonzert besuchen. Per Gesichtserkennung wurde er jedoch identifiziert und umgehend verhaftet.

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swe
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Über 50'000 Menschen besuchten das Konzert des Sängers Jacky Cheung aus Hongkong. Die Polizei konnte dank Überwachungskameras mit Gesichtserkennungs-Technologie einen 31-jährigen Mann festnehmen, der wegen einem wirtschaftlichen Verbrechen gesucht wurde.

Über 50'000 Menschen besuchten das Konzert des Sängers Jacky Cheung aus Hongkong. Die Polizei konnte dank Überwachungskameras mit Gesichtserkennungs-Technologie einen 31-jährigen Mann festnehmen, der wegen einem wirtschaftlichen Verbrechen gesucht wurde.

Weibo/
Auch sonst ist das Überwachungssystem in Chinas Städten allgegenwärtig. Mithilfe künstlicher Intelligenz und Gesichtserkennung werden Videobilder von Tausenden Überwachungskameras ausgewertet.

Auch sonst ist das Überwachungssystem in Chinas Städten allgegenwärtig. Mithilfe künstlicher Intelligenz und Gesichtserkennung werden Videobilder von Tausenden Überwachungskameras ausgewertet.

Der BBC-Reporter John Sudworth versuchte Ende 2017, dem System in der Millionenstadt Guiyang zu entkommen.

Der BBC-Reporter John Sudworth versuchte Ende 2017, dem System in der Millionenstadt Guiyang zu entkommen.

An einem Konzert des bekannten Hongkonger Sängers Jacky Cheung in Nanchang in der chinesischen Provinz Jiangxi schnappte die Falle für einen gesuchten Wirtschaftsverbrecher zu. Die Polizei hatte ihn dank mit Gesichtserkennungstechnologie ausgerüsteten Überwachungskameras vor Ort identifiziert, wie Abacusnews.com berichtet. Und dies bei einem Anlass, der von über 50'000 Menschen besucht wurde.

Der Chinese, von dem nur sein Nachname Ao bekannt gegeben wurde, war geschockt, als sich ihm die Beamten näherten. Er habe sich inmitten der Menschenmenge in Sicherheit gefühlt und hätte nie gedacht, dass er identifiziert würde. «Sein Gesicht war wegen des Schocks ausdruckslos», erklärte der Polizist Li Jin nach der Festnahme.

Breite Nutzung

China investiert schon länger in die Gesichtserkennung. Unter anderem werden für die Jagd auf Verbrecher an einigen Orten spezielle Datenbrillen eingesetzt. Ein anderes Projekt hat das Ziel, alle 1,3 Milliarden Einwohner innerhalb von wenigen Sekunden zu identifizieren. Das System nutzt einerseits ID-Fotos, kann aber auch mit Überwachungskamera-Netzwerken gekoppelt werden.

Die Firma SenseTime, das zurzeit wertvollste Start-up der Welt im Bereich der künstlichen Intelligenz, entwickelt zudem ein System unter dem Codenamen Viper. Damit sollen Daten von Kameras in Büros, Kameras an Bankomaten und Verkehrskameras zentral zusammenlaufen. Ziel sei es, 100'000 Feeds zur gleichen Zeit analysieren, verarbeiten und ablegen zu können.

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