Aktualisiert 25.05.2010 11:53

Bernie Ecclestone

Flüchtlinge im Truck von Formel-1-Boss

Fünf Menschen sind auf illegalem Weg von Frankreich nach England gereist. Und zwar in einem Truck des Formel-1-Bosses Bernie Ecclestone.

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Nach dem Grand Prix von Monaco, der am 16. Mai 2010 endete, fuhr der Konvoi des 79-jährigen Briten Bernie Ecclestone laut dem «Daily Telegraph» im Süden Frankreichs los, um im Norden bei Calais den Ärmelkanal zu überqueren.

Endstation für den Konvoi war am 20. Mai der Flughafen Biggin Hill bei London, wo sich der Sitz von Ecclestones Firma befindet. Erst dort entdeckten die Fahrer die Flüchtlinge, die verhaftet wurden.

Woher die Flüchtlinge stammten, wurde nicht bekannt, die Behörden liessen lediglich verlauten, dass sie vermutlich in Calais in den Truck gestiegen seien.

Calais - Tor zu einem neuen Leben

Das ist wenig verwunderlich, denn Calais liegt nur 34 Kilometer von der Südküste Englands entfernt. An schönen Tagen kann man die Kreidefelsen von Dover erkennen. Die geringe Distanz zu England zieht seit langem Menschen an, die sich auf der anderen Seite des Ärmelkanals ein neues Leben aufbauen wollen.

Die Flüchtlinge haben in der nordfranzösischen Stadt illegale Lager errichtet, in denen sie bis zu einer «Mitfahrgelegenheit» ausharrten. Im September 2009 haben die Behörden das grösste davon, «Dschungel» genannt, geräumt. Doch Calais bleibt weiterhin attraktiv für den illegalen Sprung über den Kanal.

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