Aktualisiert 28.07.2004 10:09

Flüchtlingstrek voller Geheimnisse

Zum zweiten Mal innert zwei Tagen hat Südkorea eine Gruppe von über 200 nordkoreanischen Flüchtlingen aus einem ungenannten Drittland eingeflogen.

Wie die erste Gruppe am Dienstag landete der Nachrichtenagentur Yonhap zufolge auch die zweite in der Hauptstadt Seoul mit einem Flug, den die südkoreanische Regierung von einem anderen südostasiatischen Land aus organisiert hatte. Mit dem Flug vom Dienstag waren Medienberichten zufolge 230 Nordkoreaner eingetroffen, insgesamt reisten demnach in zwei Tagen 457 Flüchtlinge ein.

Nach Schätzungen von Menschenrechtsgruppen leben in Vietnam, Thailand, Kambodscha und weiteren Ländern der Region Hunderte von Nordkoreanern, die nach Südkorea wollen. Die meisten Flüchtlinge verlassen ihr Land über China, da die innerkoreanische Grenze von zwei Millionen Soldaten bewacht wird. Seit dem Koreakrieg von 1950 bis 1953 sind über 5.000 Nordkoreaner in den Süden gegangen. Südkorea rechnet damit, dass die Zahl der Flüchtlinge in einigen Jahren auf über 10.000 ansteigen könnte. (dapd)

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