Boot zerschellt: Flüchtlingswelle in Süditalien reisst nicht ab
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Boot zerschelltFlüchtlingswelle in Süditalien reisst nicht ab

In der seit Weihnachten nicht abreissenden Flüchtlingswelle sind wieder mehr als 550 Immigranten in Sizilien gelandet. Das letzte Holzboot mit 331 Verzweifelten zerschellte dabei kurz vor der Landung an den Klippen der sizilianischen Insel Linosa.

Dies berichteten italienische Medien am Montag. Die Flüchtlinge grösstenteils nigerianischer Herkunft konnten jedoch von Schiffen der italienischen Marine gerettet werden.

Zuvor waren bereits 234 Bootsflüchtlinge – darunter 60 Frauen und Dutzende Minderjährige – auf der Insel Lampedusa eingetroffen, die ebenfalls zu der südlich von Sizilien liegenden Pelagischen Inselgruppe gehört.

Das Auffanglager von Lampedusa, das nur über etwa 700 Betten verfügt, steht mit über 1500 Insassen erneut vor dem Kollaps. Das italienische Innenministerium hat für die nächsten Tage eine Luftbrücke eingerichtet, um einen Teil der Immigranten in andere Auffanglager zu verlegen.

Jedes Jahr treten Zehntausende von Immigranten von Nordafrika aus die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer nach Südeuropa an. Zur Zeit sind die Bedingungen für die Überfahrt relativ gut, das Mittelmeer zwischen Italien und Nordafrika ist ruhig.

(sda)

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