Aufregung auf der Post: Flüssigkeit aus Paket ausgelaufen: Drei Verletzte
Aktualisiert

Aufregung auf der PostFlüssigkeit aus Paket ausgelaufen: Drei Verletzte

In der Poststelle im bernischen Uetendorf hat eine aus einem Paket ausgelaufene Flüssigkeit drei Menschen verletzt. Das Postgebäude wurde abgesperrt.

Die Ermittlungen ergaben, dass es sich bei der Flüssigkeit um Wasserstoffperoxid, ein Bleichemittel gehandelt hat, wie die Berner Untersuchungsbehörden mitteilten.

Ein Postmitarbeiter hatte am Dienstagmorgen entdeckt, dass sich im Betriebsbereich eine Lache einer unbekannten Flüssigkeit befand. Eine Frau, welche die Flüssigkeit wegputzen wollte, beklagte sich über Kopfschmerzen und ein Brennen an den Händen. Eine weitere Postangestellte reagierte mit Atemnot. Auch der Postmitarbeiter, der die ausgelaufene Flüssigkeit entdeckt hatte, wies Verletzungen auf. Alle drei Betroffenen wurden schliesslich mit der Ambulanz ins Spital gebracht. Das Postgebäude wurde geräumt und durch die Feuerwehr Uetendorf abgesperrt.

Die alarmierte Öl- und Chemiewehr Thun konnte die Flüssigkeit binden, neutralisieren und abtransportieren. Weil im Freien Geruchsemissionen feststellbar waren, mussten in den angrenzenden Geschäften vorsorglich die Lüftungen abgestellt werden. Gegen 11.00 Uhr wurden die Absperrungen aufgehoben. Die drei Betroffenen konnten nach erfolgter Behandlung noch am Dienstag wieder aus dem Spital entlassen werden.

Die Herkunft der unbekannten Flüssigkeit konnte noch am Montagmorgen eruiert werden. Sie war aus einem Paket ausgetreten, das von Uetendorf aus verschickt und am Dienstagmorgen ins Paketzentrum in Härkingen gebracht worden war. Die Öl- und Chemiewehr Olten konnte das Paket schliesslich in Härkingen sicherstellen. Es hatte zwei Liter des Chlorersatzstoffs Wasserstoffperoxid enthalten. (dapd)

Deine Meinung