Aktualisiert 30.06.2016 01:04

EgyptAir-Absturz

Flugdatenschreiber bestätigt Rauch an Bord

Rauchalarm im abgestürzten Egypt-Air-Flugzeug: Zu diesem Schluss kommt die Auswertung der schwer beschädigten Black Box.

von
chk
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Wurde schwer beschädigt gefunden: Flugdatenschreiber des EgyptAir-Flugs 804. (19. Mai 2016)

Wurde schwer beschädigt gefunden: Flugdatenschreiber des EgyptAir-Flugs 804. (19. Mai 2016)

Keystone
Einen Tag nach dem Fund des Wracks, konnte die Blackbox der EgyptAir-Maschine geborgen werden: Ein undatiertes Bild der Firma Deep Ocean Search zeigt Besatzungsmitglieder der S.V. John Lethbridge bei der Suche.

Einen Tag nach dem Fund des Wracks, konnte die Blackbox der EgyptAir-Maschine geborgen werden: Ein undatiertes Bild der Firma Deep Ocean Search zeigt Besatzungsmitglieder der S.V. John Lethbridge bei der Suche.

Keystone/F. Basse Mayousse
Die Suche nach der Blackbox der Maschine dauerte lange an. (21. Mai 2016)

Die Suche nach der Blackbox der Maschine dauerte lange an. (21. Mai 2016)

AFP/Facebook

Gut einen Monat nach dem Absturz eines EgyptAir-Flugzeugs ins Mittelmeer hat die Auswertung eines der Flugschreiber bestätigt, dass in der Maschine Rauchalarm ausgebrochen war. Die Daten des Flugdatenschreibers stimmten mit den Angaben des automatischen Kommunikationssystems Acars der Unglücksmaschine zu Rauch in einer Toilette und in der Bordelektronik überein, teilte der Untersuchungsausschuss unter Führung Ägyptens am Mittwoch in Kairo mit.

Teile des Vorderteils der Unglücksmaschine wiesen den Angaben zufolge ausserdem Anzeichen für die Einwirkung hoher Temperaturen sowie Russ auf. Die Aufzeichnungen des Flugdatenschreibers reichen vom Abflug des Airbus A320 in Paris bis zu einer Höhe von 37'000 Fuss (11'250 Meter), wie der Untersuchungsausschuss mitteilte.

Black Box Mitte Juni geborgen

Die Maschine der ägyptischen Fluggesellschaft EgyptAir war am 19. Mai auf dem Weg von Paris nach Kairo mit 66 Menschen an Bord im Mittelmeer zerschellt. Unter den Opfern sind 40 Ägypter und 15 Franzosen – Schweizer sassen nicht in dem Flugzeug. Flugdatenschreiber und Stimmrekorder wurden Mitte Juni nach wochenlanger Suche geborgen, sie waren aber schwer beschädigt.

Der Flugdatenschreiber wurde bis Dienstag von Experten der französischen Flugunfallbehörde BEA repariert. Die Reparatur des Stimmenrekorders dauerte am Mittwoch noch an. Auch die Suche nach den Überresten der Maschine wurde fortgesetzt.

Von der Auswertung der Flugschreiber erhoffen sich die Ermittler die Aufklärung der Absturzursache. Nachdem die ägyptischen Behörden zunächst von einem möglichen Anschlag gesprochen hatten, gehen Experten inzwischen eher von einem Unfall aus. (chk/sda)

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