Flughafen Kloten will kein Staatsbetrieb werden
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Flughafen Kloten will kein Staatsbetrieb werden

Die Zürcher Flughafenbetreiberin Unique hält nichts von einer vollständigen Übernahme der Trägerschaft durch den Bund.

Dies sei «weder notwendig noch wünschenswert», schreibt Unique in ihrer Stellungnahme zum Luftfahrtpolitik-Bericht des Bundes.

Vom Bund erwartet Unique, dass er wettbewerbsverzerrende Kosten im Vergleich mit dem Ausland abbaut oder ausgleicht. Weiter solle er eine effiziente und pünkliche Luftraumüberwachung zu konkurrenzfähigen Preisen sichern. Skyguide hat aus der Sicht des Flughafens in letzter Zeit ihre Dienstleistungen nicht «effizent, benutzerorientiert und marktgerecht» angeboten.

Zur Grundsatzfrage, ob Fluglärm konzentriert oder verteilt werden soll, bekräftigt Unique die bisherige Haltung: Es gebe auch für den Bund keine Alternative zu einer Lärmkonzentration, wenn er die gesetzlichen Vorgaben aus dem Umweltschutzgesetz und der Raumplanung umsetzen wolle.

Auch betriebswirtschaftliche Überlegungen sprächen für die Konzentration. Aufgrund von Topografie und bestehenden Siedlungsstrukturen dränge sich eine Nordausrichtung des Flugbetriebs auf.

Wichtig ist gemäss Unique, dass der Zürcher Flughafen mit den wichtigen europäischen und interkontinenalen Zentren direkt verbunden ist. Direktverbindungen bedeuteten jedoch das Akzeptieren von Umsteigeverkehr.

(sda)

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